Drei Tage lang wurde in der Brauerei in Lich für die Fernsehserie "Die verlorene Tochter" gedreht. FOTO: LICHER PRIVATBRAUEREI
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Drei Tage lang wurde in der Brauerei in Lich für die Fernsehserie "Die verlorene Tochter" gedreht. FOTO: LICHER PRIVATBRAUEREI

Brauerei wird zur Filmkulisse

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Drei Tage lang hat eine Filmcrew für die Serie "Die verlorene Tochter" in der Licher Brauerei gedreht. Ab Montag ist das Familiendrama im ZDF zu sehen.

Vor zehn Jahren ist die 16-jährige Isa spurlos verschwunden. Jetzt ist die Tochter einer Brauerei-Dynastie plötzlich wieder da - allerdings ohne Erinnerungen. Isas Eltern, ihre Großmutter, ihr Bruder und die Freunde müssen sich mit ihrer Rückkehr zurechtfinden, nachdem sie ihr Leben scheinbar wieder in den Griff bekommen hatten. Der Kommissar hingegen hofft, nun endlich die Wahrheit über ihr Verschwinden herauszufinden. Doch kann sich Isa wirklich nicht erinnern?

Für die sechsteilige ZDF-Serie "Die verlorene Tochter" wurde die Licher Brauerei zur Kulisse für die Geschichte, die im Brauereigewerbe spielt. Auf der Suche nach einem Drehort, der Traditionalität ausstrahlt, war die Produktionsfirma X-Filme in Mittelhessen fündig geworden. In Lich gedreht wurde an drei Tagen im November 2018. Jetzt werden die Folgen ausgestrahlt - ab Montag, 27. Januar im Abendprogramm des ZDF ab 20.15 Uhr.

Bei den Dreharbeiten in der Licher Brauerei wurde der gewohnte Schriftzug durch "Gemser Bräu" ersetzt. Er prangte auf großen Flaggen vor dem Brauhaus, auch Bierflaschen und -kästen sowie Gabelstapler wurden umettikettiert. Im Brauereigebäude wurde eine Podiumsdiskussion inszeniert.

Neben Lich wurde unter anderem in Waldeck am Edersee und an der alten Polizeistation in Korbach gedreht. Einige Szenen sind am Diemelsee im Sauerland entstanden, da der Wasserstand des Edersees während der Dreharbeiten sehr niedrig war.

Flucht vor der eigenen Familie

"Die verlorene Tochter" erzählt im großen Bogen ein geheimnisvolles Familiendrama vor dem Hintergrund eines scheinbaren Verbrechens. In den einzelnen Episoden aber erzählt diese Geschichte von vernarbten Wunden, von Familie, von deutschem Leben und von der Suche nach Erinnerung und Vergessen, nach Wahrheit und Glück. Und sie erzählt von Flucht - auch vor der eigenen Familie.

Die Serie ist mit renommierten Film- und Theaterschauspielern besetzt: Claudia Michelsen, Christian Berkel, Hildegard Schmahl und Götz Schubert in den Hauptrollen sowie Henriette Confurius in der Titelrolle. Außerdem spielen Nina Gummich, Max von der Groeben und Rick Okon mit. Grimme-Preisträger Kai Wessel ("Zeit der Helden", "Spreewaldkrimi", "Hilde") verantwortete die spannende und für eine deutsche Produktion ungewöhnlich düstere Inszenierung des Familiendramas mit nahtlosen Übergängen von der Vergangenheit in die Gegenwart und sorgfältig komponierten Rückblenden, durch die zu Beginn jeder Episode ein Stück mehr von der Nacht enthüllt wird, in der Isa verschwand.

Kurz nach Ausstrahlung im Fernsehen wird die Miniserie bereits als Doppel-DVD in den Handel kommen. Geplanter Veröffentlichungstermin ist der 14. Februar.

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