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Das Feuer in einer Garage in der Schillerstraße war einer von 24 Brandeinsätzen im vergangenen Jahr. ARCHIVFOTO: CON

Brände und schwere Unfälle

  • VonPatrick Dehnhardt
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Linden (pad). Über einen Mitgliederzuwachs freute sich die Freiwillige Feuerwehr Großen-Linden. Neben einem Übertritt aus der Jugendfeuerwehr traten drei Neue in die Einsatzabteilung ein. Diese setzte sich zum Jahreswechsel aus fünf Frauen und 48 Männern zusammen, wie Wehrführer Dennis Braun am Montagabend auf der Dienstversammlung berichtete.

Es lag ein Schatten über dem Jahr 2020, und dies nicht nur, weil aufgrund von Covid-19 zahlreiche Übungen und Fortbildungen ausfallen mussten und Unterrichtsabende nur via Internet stattfinden konnten. Stadtbrandinspektor Sebastian Weiß verstarb im Alter von nur 37 Jahren an Krebs. »Wir haben einen sehr guten Feuerwehrmann, einen über alle Maße hinaus engagierten Kameraden, einen Freund für immer verabschieden müssen«, sagte Braun.

Zu 99 Einsätzen wurde die Feuerwehr alarmiert, das sind 14 weniger als im Vorjahr. 24 mal wurden Brände bekämpft. Im Gedächtnis blieb dabei ein Feuer in der Neujahrsnacht: Braun berichtete von einer »Nullsicht« - jedoch nicht etwa wegen Rauchs im Gebäude, sondern auf dem Weg zur Einsatzstelle aufgrund dichten Nebels. Nur in Schrittgeschwindigkeit konnte angerückt werden. Das Feuer selbst war dann schnell gelöscht.

Zudem half man bei den Löscharbeiten beim Großbrand eines Industriegebäudes in Niederkleen. Im Juni brannte überdies in der Schillerstraße eine Garage.

Schwere Unfälle auf der Autobahn

Zu den 47 technischen Hilfeleistungen zählten zehn Verkehrsunfälle. Im April etwa war es zu einem Unfall gekommen, bei dem ein Laster auf ein Baustellenfahrzeug aufgefahren war. Der Fahrer musste aufwendig befreit werden.

Im Juni kam es auf der A45 zu einem Unfall mit drei Schwerverletzten und einem Toten. Die Feuerwehr musste eine Person aus ihrem Fahrzeug befreien.

Im Sommer musste eine Person gerettet werden, die in einer vier Meter tiefen Grube bis zur Hüfte verschüttet worden war. Ein herausfordernder Einsatz, da jederzeit Material hätte nachrutschen können. Unterstützt wurde man dabei von der Einsatzgruppe Spezielle Rettung sowie der Feuerwehr Reiskirchen.

Für herausragende Übungsbeteiligung wurde in der Versammlung Janina Krack, Lukas Jäger, Felix Kirchhöfer, Fabian Merz, Sascha Will und Michael Schreiner gedankt.

Die Ehren- und Altersabteilung zählte zum Jahreswechsel 43 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr besteht aus einem Mädchen und 18 Jungen. »Aufgrund der Pandemie war die Nachwuchsarbeit stark eingeschränkt«, berichtete Jugendwart Oliver Eberhard.

Bei den Wahlen wurde Lukas Jäger zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt. Dominik Schäfer wurde als Fachgebietsleiter Ausbildung bestätigt, Felix Kirchhöfer ist nun Beisitzer im Feuerwehrausschuss.

Für 25 Jahre aktive Dienstzeit erhielten Tim Hofmann und Christoph Müglich das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande.

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