Böse Überraschung

  • vonConstantin Hoppe
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Hüttenberg (con). Die neue Gemeindevertretung kann unter neuen Vorzeichen ihre Arbeit aufnehmen: Nach der Wahl im März gibt in Hüttenberg eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD den Ton an.

Bei der konstituierenden Sitzung am Montag übernahm Christiane Koch-Rein (FWG) als Alterspräsidentin zunächst den Vorsitz. Zuvor aber legte sie den Finger in die Wunde: »Die Gemeindevertreter fingen vor einiger Zeit an, gegeneinander zu hetzen und zu beleidigen - das ging sogar so weit, dass einer zu mir sagte: ›So etwas tue ich mir nicht mehr an‹.« Eine Gefahr für die Demokratie sei dies, meinte Koch-Rein und warb für eine bessere politischer Kultur.

Eine unschöne Überraschung wartete sodann auf die Freien Wähler: Denn obwohl stärkste Fraktion, können sie nicht den Vorsitzenden der Gemeindevertretung stellen. »Die neue Koalition aus CDU, Grünen und SPD sagt, sie will Gräben schließen - was wir hier erleben, ist aber das Gegenteil davon: Die Lager werden weiter zementiert«, meinte FW-Sprecher Dr. Norbert Lang. Und: »Nur weil wir anderer Meinung sind, wird die FWG-Fraktion systematisch gemobbt.«

In geheimer Wahl stimmten schließlich 20 der 30 Gemeindevertreter für den Kandidaten der CDU, Klaus Schultze-Rhonhof. FWG-Kandidat Oliver Hölz erhielt nur zehn Stimmen.

»Auch wenn es durch Bürgerentscheid und Wahlkampf große Differenzen gab, so ähneln sich doch die Wahlprogramme der Fraktionen in vielen Punkten«, erklärte hernach der frisch gewählte Vorsitzende. Unterschiedliche Meinungen seien in Ordnung, fuhr Schultze-Rhonhof fort, doch gehe er davon aus, dass alle sachlich für die Gemeinde eintreten wollten. Er werde das Amt gerecht und unparteiisch ausüben, versprach der neue Parlamentsvorsitzende. Als seine Stellvertreter wurden die Fraktionsvorsitzenden gewählt,

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