Unfallschwerpunkte

B 276 bleibt "auffällig"

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
    schließen

Gießen(jwr). Zwar steht die abschließende statistische Erhebung noch aus, doch tendenziell hat die Polizei 2020 weniger Verkehrsunfälle als 2019 verzeichnet - vor allem während des ersten "Lockdowns" im Frühjahr. Wie Polizeisprecher Jörg Reinemer im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert, war ein Unfallschwerpunkt von 2019 auch diesmal "auffällig": der B 276-Abschnitt zwischen Laubach und Schotten, eine vor allem bei Motorradfahrern beliebte Kurvenstrecke. Dort gebe es "immer wieder Beschwerden von Anwohnern und anderen Verkehrsteilnehmern".

Die Polizei, so Reinemer, sei in diesem Bereich 2020 erneut aktiv geworden: "Uns ist es gelungen, gezielt gegen rücksichtslose Fahrer vorzugehen und sogenannte schwarze Schafe fernzuhalten. Wir wollen die Motorradfahrer weiter zu einem angemessenen, defensiven Fahren sensibilisieren, nicht nur an der B 276." Die meisten Biker hielten sich an die Regeln. Konkret habe die Polizei auf der Strecke ein ziviles "Videostreifen-Krad" eingesetzt und mehrere Maschinen, die baulich verändert waren, aus dem Verkehr gezogen. "Dieses Jahr, wenn die Motorrad-Saison losgeht, wollen wir das fortsetzen." 2019 hatte es auf diesem B 276-Abschnitt laut Reinemer 18 schwere Unfälle gegeben, an denen Motorradfahrer beteiligt waren. Dabei wurden 16 Personen sehr schwer verletzt, drei Motorradfahrer kamen ums Leben.

Ein Thema bleibt auch die B 457 zwischen der Gießener Automeile und Hungen, wo es in den Vorjahren etliche schwere Unfälle gegeben hatte. "Im Bereich um die Auffahrt zur A 5 bei Fernwald ist baulich viel passiert, die Ampelschaltung wurde noch einmal angepasst", sagt Reinemer. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der schweren Unfälle 2020 dort von zwölf auf zwei gesunken. Zuletzt gab es laut Reinemer einige Auffahrunfälle im Bereich der Automeile, "das werden wir weiter beobachten."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare