Ein Schild zeigt die Richtung zu einem Impfzentrum.
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Um Impfschwänzer zu kompensieren, überbucht das Impfzentrum im Kreis Gießen jetzt die Termine. (Symbolbild)

Corona-Pandemie

Kreis Gießen: Fast die Hälfte aller Termine im Impfzentrum wird abgesagt

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Fast die Hälfte aller Termine im Impfzentrum Gießen wird abgesagt. Impfschwänzer stellen die Organisatoren vor eine neue Aufgabe.

Heuchelheim – Die sogenannten Impfschwänzer machen den Impfzentren bundesweit zu schaffen. Darüber hinaus gibt es aber viele Terminabsagen, weil Impfwillige ihre Impfung zum Beispiel beim Hausarzt wahrnehmen. Das gilt auch für die Einrichtung des Landkreises Gießen in Heuchelheim.

Impfzentrum im Kreis Gießen versucht Lücken der Impfschwänzer zu schließen

Derzeit werden im Impfzentrum des Landkreises Gießen etwa 38 bis 40 Prozent der Termine abgesagt, informierte die Pressestelle auf Anfrage. Grundsätzlich versuche das Impfzentrum, die sogenannten »NoShows« zu reduzieren. Das bedeutet, wenn absehbar ist, dass einige Termine ausfallen, da Impflinge abgesagt haben, werden Personen angerufen, die an demselben Tag einen Termin haben, und gefragt, ob sie früher kommen können, erläuterte Pressereferentin Nadine Jung. Durch die gezielte Schließung der Lücken könne verhindert werden, dass am Abend zu viele Impfstoffreste übrigbleiben. Zudem überbucht das Impfzentrum die sogenannten Terminslots mit circa 40 Prozent. Dadurch werden mehr Termine zur Verfügung gestellt, um zu kompensieren, dass erwartete Impflinge nicht erscheinen. (bf)

Die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet indessen unter Berufung auf Ulrich Weigeldt, den Bundesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, dass es auch bei niedergelassenen Ärzten zu vermehrten Terminabsagen* kommt. Weigeldt sagte zur FR: „Absagen oder No-Shows nehmen auch in den Hausarztpraxen zu.“

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