Biologische Vielfalt an Feldwegen erhalten

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Wie Feldwege und somit die biologische Vielfalt im Landkreis Gießen und in anderen Kommunen geschützt werden sollten, beschreibt die Biodiversitäts-AG nun in einem Positionspapier. Das Dokument übergab Dr. Christiane Schmahl, Umweltdezernentin des Landkreises Gießen, zusammen mit Mitgliedern der Biodiversitäts-AG und der Unteren Naturschutzbehörde an die hessische Umweltministerin Priska Hinz. »Die Initiative des Arbeitskreises soll nicht nur im Landkreis Gießen etwas verändern, wir wollen mit diesem Pilotprojekt auch hessenweit etwas bewegen«, sagt Christiane Schmahl. Dazu wünscht sich die Biodiversitäts-AG die Unterstützung der Ministerin.

Wie Feldwege und somit die biologische Vielfalt im Landkreis Gießen und in anderen Kommunen geschützt werden sollten, beschreibt die Biodiversitäts-AG nun in einem Positionspapier. Das Dokument übergab Dr. Christiane Schmahl, Umweltdezernentin des Landkreises Gießen, zusammen mit Mitgliedern der Biodiversitäts-AG und der Unteren Naturschutzbehörde an die hessische Umweltministerin Priska Hinz. »Die Initiative des Arbeitskreises soll nicht nur im Landkreis Gießen etwas verändern, wir wollen mit diesem Pilotprojekt auch hessenweit etwas bewegen«, sagt Christiane Schmahl. Dazu wünscht sich die Biodiversitäts-AG die Unterstützung der Ministerin.

»Die Kommunen sollen als Eigentümer der Feldwege durch das Positionspapier an ihre Verantwortung erinnert werden«, erklärt Umweltdezernentin Schmahl. Die Biodiversitäts-AG fordert Kommunen in ihrem Papier dazu auf, Feldwege zu pflegen, um eine Bearbeitung oder das Wegpflügen von Feldwegen durch die Landwirte zu verhindern.

Landwirte in der Pflicht

»Wir empfehlen die Verabschiedung kommunaler Feldwegesatzungen, in denen die Rechte und Pflichten der Wegenutzer festgelegt sind«, erklärt Dr. Heino Steinmetz, Sprecher der Biodiversitäts-AG. »Zusätzlich müssen Pflegepläne erarbeitet werden für die fachlich abgestimmte Bearbeitung der Wege und Wegränder.«

Der Landkreis Gießen hat den Arbeitskreis Feldwege der Biodiversitäts-AG im Januar 2016 initiiert. In dieser Gruppe arbeiten Menschen aus Landwirtschaft, Jagdgenossenschaften, Naturschutz, Jagd sowie Kommunal- und Kreisverwaltungen zusammen, um die 2013 vom Land Hessen beschlossene iBiodiversitätsstrategie umzusetzen.

Feldwege, Graswege und die Ränder der befestigten Wege bieten Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere und sind wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt der offenen Landschaft hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Nach Meinung von Fachleuten sind dafür neben den neuen Bewirtschaftungsmethoden vor allem der Verlust von Strukturelementen wie Feldwege und Hecken verantwortlich.

Die Landwirte werden in dem Positionspapier aufgefordert, die Wege nicht mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zu behandeln, nicht ungenehmigt zu pflügen und sie nur zum Erreichen ihrer Grundstücke zu nutzen. Im Gegenzug bittet der Arbeitskreis andere Nutzer der Wege, wie Wanderer, Hundehalter, Reiter und Radfahrer, Rücksicht auf die Landwirtschaft zu nehmen. Jagdgenossenschaften und Jäger tragen ebenfalls die Verantwortung für den Lebensraum auf dem Feld. Auch an sie wird appelliert, die Wege und Wegränder zu erhalten.

Ein weiteres Ziel der Delegation aus dem Landkreis Gießen ist eine intensivere Kommunikation über den Schutz von Feldwegen. Das Umweltministerium solle die Thematik über den Hessischen Städte- und Gemeindebund an die Kommunen herantragen und einen Leitfaden mit Handlungsempfehlungen herausgeben.

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