Leistungen steigen

Bildungspaket bietet finanzielle Unterstützung

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Gießen (pm). Kinder und Jugendliche können bei Aktivitäten mit ihren Freunden dabei sein, auch wenn das Geld in ihren Familien aufgrund geringen Einkommens knapp ist und sie Sozialleistungen beziehen. Durch das Starke-Familien-Gesetz traten zum 1. August Verbesserungen im Bildungs- und Teilhabepaket in Kraft. Familien, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II oder SGB XII, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, können von diesen Verbesserungen profitieren, erläutert hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Hans-Peter Stock.

Die Leistungen für den persönlichen Schulbedarf steigen von bisher 100 auf 150 Euro. Davon werden 100 Euro im August und 50 Euro im Februar ausgezahlt. Der Betrag soll künftig jährlich erhöht werden. Der Bund finanziert das Paket und berücksichtigt mit der Erhöhung nicht zuletzt die Anforderungen der Digitalisierung.

Zudem entfallen die bisherigen Eigenanteile von Schülerbeförderung sowie Mittagessen, die Bezuschussung von Nachhilfeunterricht wird bereits vor einer unmittelbaren Versetzungsgefährdung ermöglicht. Für die Teilnahme an Sport- und Kulturangeboten stehen künftig 15 Euro pro Monat zur Verfügung. Darunter fallen zum Beispiel die Beiträge für Sportvereine oder Musikschulen.

Neu ist auch, dass für Leistungsbezieher keine separaten Anträge für das Bildungs- und Teilhabepaket mehr nötig sind. Sie müssen lediglich die Bedarfe in der Beantragung unter sonstige Leistungen konkretisieren. Nur Leistungen für den Nachhilfeunterricht müssen unter Lernförderung extra beantragt werden.

Ansprechpartner ist bei Empfängern von Arbeitslosengeld II das Jobcenter (06 41/4 80 16-0 sowie jobcenter-giessen.bildung-und-teilhabe@jobcenter-ge.de), bei den übrigen Berechtigten der Fachdienst Soziales und Senioren (06 41/93 90-0 sowie sozialamt@lkgi.de).

Kinderzuschlag

Neben dem Bildungs- und Teilhabepaket verbessert das Starke-Familien-Gesetz auch den Kinderzuschlag. Der erste Schritt erfolgte zum 1. August, der zweite zum 1. Januar. Der Kinderzuschlag berechtigt dann ergänzend zu Leistungen für Bildung und Teilhabe. Familien mit geringem Einkommen, die bisher keine Leistungen erhalten haben, wird deshalb empfohlen, ihre Berechtigung zum Erhalt eines Kinderzuschlags überprüfen zu lassen. Ansprechpartner für den Kinderzuschlag ist die Bundesagentur für Arbeit (Familienkasse).

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