Auch die Verbindung Frankenbach-Erda steht seit Jahren auf der Agenda. FOTO:ARCHIV
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Auch die Verbindung Frankenbach-Erda steht seit Jahren auf der Agenda. FOTO:ARCHIV

Das Ziel: Weitere Lückenschlüsse

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Biebertal(so). Fahrrad fahren macht Spaß, ist gesund - und hat durch die Verbreitung von E-Bikes sowie nicht zuletzt durch Corona einen ungeahnten Schwung bekommen. Dem soll in den Biebertal-Dörfern Rechnung getragen werden. Ziel ist es, das Radfahren in Biebertal noch attraktiver zu machen und zugleich weitere Lücken im inner- und im überörtlichen Wegenetz zu schließen. Manches hat schon Niederschlag im Radwege-Konzept des Landkreises gefunden, einige Strecken sind bereits mit den Ortsbeiräten oder lokalen Initiativen abgestimmt worden.

Rund 15 "Baustellen" sind zusammengetragen worden - mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 16,6 Millionen Euro inklusive Planungskosten. Das geht natürlich nicht alles auf einmal. Daraus wird deshalb jetzt eine Prioritätenliste gebildet, um langfristig planen zu können.

Touristische Bedeutung

Thema war dies am Dienstag in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses unter Vorsitz von Jürgen Purrucker. Insbesondere die Fraktion der Freien Wähler um Inge Mohr nahm nochmals Ergänzungen vor. So soll die Verbindung zwischen Krumbach und Fellingshausen bezüglich der Dringlichkeit der Planung in die Priorität 1 genommen werden. Die Idee dahinter: Die Achse von Krumbach beziehungsweise Lohra bis Gießen zu stärken. FW-Fraktionsvorsitzende Mohr: "Deshalb sollten die Planungen zeitnah beginnen." Auch ein Radweg von Krumbach in Richtung Lohra sollte in dem Kontext eine höhere Priorität erhalten, denn die Verbindung von Biebertal in den Landkreis Marburg-Biedenkopf ist von touristischer Bedeutung. Ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste: Ein Radweg zwischen dem Krumbacher Kreuz und Frankenbach. Derzeit ist die Straßenbauverwaltung des Landes, "Hessen Mobil", mit Planungen befasst, die Straße durch den Wald auf eine neue Trasse zu legen. Mohr: "Im Zuge dieser Maßnahmen muss auch ein Radweg mit geplant und gebaut werden". Denn dies ermögliche Schülern aus Frankenbach eine kurze Verbindung zur Gesamtschule Gleiberger Land und den Bürgern aus Frankenbach die Anbindung an das Radwegenetz im Gießener Land.

Weitere Anregung der FW: Mit Ortsbeiräten und Nutzern sprechen, um herauszufinden, wo kleinere Maßnahmen nötig sind. Teils sind schon Vorarbeiten gelaufen. So haben sich in Fellingshausen Bürger bereits Gedanken gemacht. In den Blick genommen werden soll nicht zuletzt der Zustand der als Radwege genutzten Wirtschaftswege, um diese bei Bedarf zu verbessern. Verzichtet werden soll dabei auf das Ausbringen von grobem Schotter. Mohr: "Das macht ein Befahren oft unmöglich."

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