+
Das alte Wohnhaus auf dem Gerlach-Areal soll erhalten bleiben. Foto: ws

Wohnhaus muss erhalten bleiben

  • schließen

Biebertal(ws). Der Ortsbeirat Rodheim-Bieber beschäftigte sich in seiner Sitzung unter Leitung von Ortsvorsteher Rainer Bodson (SPD) mit dem Sachstand "Bebauung des Geländes Gerlach in der Gießener Straße 10-12". Hier soll durch private Investoren barrierefreies Wohnen entstehen und eventuell eine Tagespflege eingerichtet werden. Auch ein Dorfplatz ist angedacht. Bürgermeisterin Patricia Ortmann berichtete, dass die Denkmalpflege wegen der alten Bausubstanz involviert sei.

Aussicht wird eingeschränkt

Ob das kleine Gebäude direkt an der Gießener Straße erhalten werden muss, steht noch nicht fest. Danach wird sich die Gestaltung des Ein- und Ausfahrtbereich zur Gießener Straße richten. Das alte Wohnhaus muss erhalten bleiben. "Wir haben innerorts kaum Flächen für barrierefreies Wohnen. Die Anwohner sollen gehört und einbezogen werden", so die Bürgermeisterin. Ein Bauantrag muss noch gestellt werden. Wegen des Überschwemmungsgebietes darf die Bebauung erst 20 Meter vom Talweg entfernt beginnen. Der Gebäudekomplex darf nur so hoch wie das alte Gerlach-Wohnhaus werden. Allerdings hat das Gelände zum Talweg hin Gefälle. Von Zuhörern wurde darauf hingewiesen, dass bei der Gebäudehöhe mit Tiefgarage, zweigeschossiger Bauweise und einem Staffelgeschoss die Aussicht für Anwohner eingeschränkt werde. Es passe zudem landschaftlich nicht in diese Ecke. "Wir werden in einem sehr frühen Stadium informieren", kündigte Ortmann an.

Das Gremium beschäftigte sich ferner mit dem Haushaltsplanentwurf 2020. Da nicht bekannt ist, ob aus dem Landesprogramm "Starke Heimat" 280 000 Euro fließen werden und die Höhe der Kreisumlage noch nicht feststeht, enthält er noch Unsicherheiten. Für den Endausbau "Burgblick" sind eine Million Euro eingestellt. Die Kita "Sternschnuppe" wird zum 1. Januar übernommen, ihre Erweiterung erfolgt wegen Brandschutzauflagen erst im Oktober. Insgesamt werden zwei Millionen Euro für Kinderbetreuung aufgewendet.

Die Bürgermeisterin informierte über den Sachstand zur Umgestaltung der Gießener Straße von der Vetzberger- bis zur Bieberstraße. Eine Fußgängerquerung in Höhe des Bestattungsinstituts zur Kirche und zur Bushaltestelle ist vorgesehen. Ausreichend breite Bürgersteige sollen ebenso wie barrierefreie Bushaltestellen geschaffen werden. Hessen Mobil stimmt einer Ausdehnung der 30er-Zone - derzeit 22 bis 6 Uhr - in diesem Bereich während des Tages nicht zu, da der Verkehrsfluss Vorrang genieße. Allerdings sei versetztes Parken zur Geschwindigkeitsreduzierung möglich.

Mittel für die Schaffung eines etwa 1,20 Meter breiten Fußweges in Höhe der Firma Weiss von Bieber nach Hof Haina sind im 2020er Haushalt eingestellt.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h vom Ortsausgang Rodheim bis zur Einmündung nach Vetzberg wurde zurückgestellt, bis die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung, die zurzeit an der Einmündung nach Vetzberg erfolgt, vorliegt. Außerorts können 100 km/h gefahren werden.

Bürgermeisterin Ortmann teilte mit, dass die Doppelgarage für das Blockheizkraftwerk am Hallenbad steht. Der Förderbescheid für die Elektromobiliät liegt vor.

Erste Planungen für "50 Jahre Biebertal 2020" stellte sie ebenfalls vor: Am 31. Januar findet der "Sturm der Narren aufs Rathaus" statt, ein Neujahrsempfang mit Sportlerehrung ist geplant, am 19. April eine Keltenwanderung und am 16. Mai findet ein "Familientag mit Flohmarkt" statt. Der offizielle Festakt ist am 1. Dezember.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare