Ermittlungen ausgeweitet

Weitere Schüsse auf Linienbusse

  • Rüdiger Soßdorf
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Biebertal/Bischoffen(so). Vier Monate nach den Schüssen auf zwei fahrende Linienbusse dauern die Ermittlungen an, sie wurden sogar ausgeweitet. Das bestätigt Polizeisprecher Guido Rehr. Insgesamt werden jetzt zehn Vorfälle untersucht, acht davon datieren aus dem Jahr 2019.

Im Januar 2020 hatte ein Busunternehmer aus dem Lahn-Dill-Kreis Anzeige erstattet, weil zwei seiner Wagen in der Gemeinde Bischoffen aus einem entgegenkommenden Auto heraus beschossen worden waren. Es blieb bei Sachschäden. Die ersten Ermittlungen führten zu einem 43-jährigen Busunternehmer aus dem Landkreis Gießen. Er respektive sein Pkw waren von den beschossenen Busfahrern identifiziert worden. Als Motiv wird die geschäftliche Konkurrenzsituation angenommen. Der Mann kam in Untersuchungshaft, wurde aber wenig später gegen eine Kaution von 100 000 Euro wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei ihm wurden der fragliche Pkw sowie mehrere Jagdwaffen sichergestellt. Diese besitzt der Mann legal; er geht auf die Jagd.

Untersucht werden laut Polizei nun acht weitere Fälle, in denen Busse beschossen wurden. Diese Taten ereigneten sich bereits im vergangenen Jahr. Da die Ermittlungen andauern, ist auch noch keine Anklage erhoben worden.

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