Der Heimatverein Rodheim-Bieber hat einige neue Geräte angeschafft, um die Digitalisierung voranzutreiben. Sie werden hier von Karl-Heinz Reeh (l.) und Klaus Rüspeler präsentiert. 	FOTO: WS
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Der Heimatverein Rodheim-Bieber hat einige neue Geräte angeschafft, um die Digitalisierung voranzutreiben. Sie werden hier von Karl-Heinz Reeh (l.) und Klaus Rüspeler präsentiert. FOTO: WS

Vorstand treibt Digitalisierung voran

  • vonKlaus Waldschmidt
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Biebertal (ws). Um den Heimatverein Rodheim-Bieber zukunftsfähig zu machen, treibt der Vorstand die Digitalisierung im Heimatmuseum in Rodheim weiter voran.

Bereits im Jahr 2019 hatte der Verein einen 65-Zoll-Bildschirm als Ersatz für die bestehende Leinwand installiert. Ende vergangenen Jahres wurden ein DIN-A-0-Plotter, ein Laptop mit der Archivsoftware Primus sowie ein DIN-A-3-Drucker angeschafft. Mit dem Plotter können die Tafeln für Ausstellungen, die bisher mühevoll aus DIN-A-4-Blättern »zusammengebastelt wurden«, in einem Stück gedruckt werden. Diese über 5000 Euro teure Investition wurde von der Volksbank Heuchelheim und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert. Aus Sicherheitsgründen wird die Hardware privat aufbewahrt.

Die bisher nur teilweise und analoge Erfassung der Museumsbestände soll jetzt mit der Archiv-Software Primus im Laufe dieses und des nächsten Jahres aktualisiert werden. Hier bittet der Heimatverein um Mithilfe von insbesondere jungen Heimat- und Museumsfreunden. Für dieses Jahr ist noch ein WLAN-Anschluss im Museum geplant.

Auch die Aktivitäten des Heimatvereins litten zuletzt unter der Corona-Pandemie. Die Sonderausstellung »Malerei von Kornelia Wack-Wattenbach und Bernd Goecke« musste einige Wochen unterbrochen werden. Bei der Kirmesausstellung im Sommer gab es keine Probleme. Dagegen musste die Ausstellung »Strukturwandel in Rodheim-Bieber« kurz nach der Eröffnung am 4. Oktober abgebrochen werden. »Sobald die Museen wieder öffnen dürfen, wird diese Ausstellung fortgesetzt«, erklärt Heimatvereinsvorsitzender Helmut Failing. Glücklicherweise konnte der Eisenbahnwagen, den der Heimatverein aus der Schweiz erworben hatte, im Mai noch auf das zurückgebaute Gleis vor Hof Schmitte gesetzt werden. Nach der Restaurierung und Einrichtung als Minimuseum der Biebertalbahn konnte es am Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Auch die Busfahrt zur »Bieberlies« nach Plettenberg konnte noch stattfinden. Andere Aktivitäten wie die Übungsstunden der Wollspinngruppe, die Wanderung, das Adventskranzbinden oder die Feier zum 25. Jubiläum des Heimatvereins am 30. Oktober mussten coronabedingt abgesagt werden.

Hochschrank für historische Trachten

Die Aktiven des Heimatvereins waren aber nicht untätig und haben sich um den Ausbau des Heimatmuseums gekümmert. Nach dem Tod der Textilfachfrau des Vereins, Inge Thies, im Jahr 2019 musste der Heimatverein einen neuen Standort für zahlreiche Trachten und historische Textilien finden, die zuvor bei Thies privat gelagert waren. Schreinermeister Bruno Henkelmann aus Heuchelheim hat dafür einen Hochschrank im Museum gebaut. Ein weiterer Lagerort konnte außerhalb des Museums gefunden werden. Zurzeit sind Mitglieder damit beschäftigt, diese Textilien zu archivieren, katalogisieren und fachgerecht zu lagern.

Der Vorstand hofft, am internationalen Museumstag (16. Mai) und am Denkmaltag im September das Minimuseum im Biebertalbahn-Wagen öffnen zu können.

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