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Peter Kleiner

Von Müdigkeit keine Spur

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Biebertal (so/bf). Die Biebertaler CDU tritt mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft zur Kommunalwahl am 14. März an. Eine feste Größe allerdings ist Peter Kleiner - und zwar seit 40 Jahren. Der Krumbacher ist 1981 als damals 34-Jähriger aktiv geworden. Er gehört seitdem den politischen Gremien seiner Heimatgemeinde an. Und will ein paar Jahre dranhängen.

»Ich will noch einmal aktiv an der weiteren Entwicklung unserer Gemeinde mitwirken«, sagt er.

Wie er zur Politik kam, das weiß er noch gut: »Bei der Kommunalwahl 1981 ist die CDU erstmals mit einer eigenen Liste angetreten. Im Vorfeld sprach mich Frank Reif (Lehrer und Kommunalpolitiker, Anm. d. Red.) an und sagte: ›Sie wohnen doch in Krumbach, da müssen Sie für den Ortsbeirat kandidieren.‹« Kleiner sagte zu. Es folgten acht Jahre Ortsbeirat, dann zwölf Jahre Gemeindevertretung, davon zehn Jahre als Fraktionsvorsitzender.

Licht und Schatten

Seit 2001 ist Kleiner Mitglied des Gemeindevorstandes, davon 15 Jahre als Erster Beigeordneter. Fünf Bürgermeister hat er in diesen 40 Jahren erlebt - und in Vertretung von Helga Lopez und Thomas Bender rund anderthalb Jahre quasi selbst als Bürgermeister amtiert. In dieses Amt gewählt zu werden, war ihm trotz zwei- facher Kandidatur allerdings nicht vergönnt.

Gleichwohl hat er vieles in seiner Heimatgemeinde mitgeprägt: In diese Zeit fielen zentrale Entwicklungen wie der Ankauf des Gail’schen Parkes samt Villa und die folgende Vermietung an Schunk, die Bebauung des Rodheimer Schindwasens mit der neuen Mitte, der Bau des AWO-Pflegeheims nebenan, die großen Baugebiete »Dreispitz« in Fellingshausen und »Burgblick« in Rodheim oder die Sanierung der Bürgerhäuser in Rodheim und Frankenbach sowie der Kindergärten in Bieber, Vetzberg und Krumbach. Nicht zu vergessen das Hallenbad. Seine Erfahrungen aus 40 Jahren Kommunalpolitik? Da ist Licht und Schatten gleichermaßen. »Leider werden gute Ansätze und Planungen durch hohe bürokratische Hemmnisse verzögert, immer mehr Vorschriften gilt es zu beachten«, kritisiert Kleiner. Auch innerhalb der gemeindlichen Entscheidungsprozesse herrsche oft zu viel Kontrollzwang und Misstrauen gegenüber den Bediensteten der Gemeinde gegenüber. Das führe zu Verzögerungen. Kleiner: »Ich wünschte mir mehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.«

»Es gab Phasen, wo man ans Aufhören denkt«, räumt Peter Kleiner ein. Doch nachdem es gelungen sei, innerhalb der CDU Biebertal ein neues motiviertes Team von engagierten Personen für die Wahl am 14. März aufzustellen, da wolle er wieder dabei sein und den Jüngeren mit seiner langjährigen Erfahrung zur Seite stehen. Von Müdigkeit ist da heute nichts zu spüren. Für den Kreistag, dem er ebenfalls et- liche Jahre angehörte, kandidiert Kleiner, der im Sommer 75 wird, allerdings nicht mehr auf aussichtsreicher Position, will aber als Mitglied des Kreisvorstands seiner Partei in Entscheidungen auf Kreisebene eingebunden bleiben. FOTO: PM

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