mo-brunnenfest_160821_4c_1
+
Ekkehard Löw berichtet vom Bucheckernkrieg.

Vom Bucheckernstreit mit Erda

  • VonKlaus Moos
    schließen

Biebertal (mo). Bucheckern, die kleinen Nüsse der Buche, waren und sind Nahrung für Vögel und Nagetiere. In früheren Zeiten waren sie aber ein wichtiges Nahrungsmittel zur Ernährung der heimischen Bevölkerung. Mit Maschinen wurde aus den Bucheckern das Öl ausgepresst, das in der Küche Verwendung fand. Dass es im Hohensolmser Land wegen Bucheckern zu einem Bucheckernkrieg kam, in dem es sogar Todesopfer gab, davon berichtete am Samstag Ekkehard Löw, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Frankenbach.

Endlich mal wieder konnte der Verein zum Brunnenfest einladen, nicht in der gewohnten Größe und Aufmachung wie früher, doch im geselligen Rahmen mit hausbackenem Kuchen und Kaffee, kalten Getränken und Würstchen im Brötchen.

Löw freute sich über viele Helferinnen und Helfer, auch darüber, dass Filmemacher Artur Ruppert mit seiner Kamera dabei war.

Der Bucheckernkrieg entstand durch Streitigkeiten zwischen Frankenbach und Erda. Die Frankenbacher, die im Wald »Leschenberg« das Recht der Mitviehweide hatten, dachten, auch ein Recht an den Bucheckern zu haben, wurden aber bei der Suche von den Erdaern mit Schlägen aus dem Wald vertrieben.

Das führte zur Eskalation und dazu, dass der Erdaer Nikolaus Schmidt Hand an Amtsmann Schulz legte, um ihn vom Pferd zu ziehen. Der rief seinen Leuten zu: »Gebt Feuer!«. Einige Leute aus Erda kamen dadurch zu Tode.

Löw las auch ein Mundartgedicht, in dem Frankenbach als schönstes Dörfchen gepriesen wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare