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In der alten Schule in Rodheim-Bieber ist die Sternschnuppe zu Hause.

Unter kommunalem Dach

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Biebertal (so). Die Gemeinde Biebertal übernimmt zum 1. Januar 2020 die Kindertagesstätte Sternschnuppe. Der bisherige Träger, ein Elternverein, will künftig als Förderverein fungieren.

Die Biebertaler Gemeindevertretung hat am Dienstag in ihrer Sitzung unter Leitung von Elke Lepper der Trägerschaft durch die Gemeinde zugestimmt.

Bereits von einigen Monaten hatte sich der Elternverein ans Rathaus gewandt und um Unterstützung nachgesucht, da der Betrieb vor allem organisatorisch nicht mehr allein ehrenamtlich zu stemmen sei. Die Gremien der Sternschnuppe, die seit mehr als zwei Jahrzehnten in der alten Schule in Rodheim Betreuung organisieren, haben dafür ebenfalls grünes Licht gegeben.

Auf Antrag von Freien Wählern und CDU wurde in den zurückliegenden Wochen auch nochmals geprüft, ob es nicht sinnhafter sei, wenn ein anderer freier Träger bei der Sternschnuppe einsteige. Dazu lag ein Angebot vor, das aber voraussichtlich zu Mehrkosten geführt hätte.

Zudem hat das Rathaus zugesichert, den Betrieb der Sternschnuppe ohne ein Ausweiten der Stellen mitorganisieren zu können.

Derzeit gibt es dort eine Gruppe für Kinder zwischen einem und fünf Jahren. Der Gemeinde kommt die Entwicklung insofern auch zupass, als es die Möglichkeit eröffnet, gegebenenfalls eine weitere Gruppe bei der Sternschnuppe andocken zu können. Denn gerade im Bereich der Betreuung von Kindern unter drei Jahren ist Biebertal noch nicht so ausgestattet wie es dem Bedarf entspricht. Konkret: Es fehlen noch etliche Betreuungsplätze.

Mit im Betrieb übernommen wird auch dass angepachtete Außenspielgelände. Wichtig ist den Biebertaler Kommunalpolitikern nicht zuletzt, dass die Einrichtung schuldenfrei an die Gemeinde übergeht. Dies ist laut Wirtschaftsplan auch sichergestellt.

"Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit, dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingunfen für unsere Familien stimmen", sagt Grünen-Fraktionssprecher Siggi Gröf. Und begrüßt ausdrücklich die Überleitung unter das kommunale Dach.

"Ich bin sicher, dass die Sternschnuppe hier in guten Händen ist". SPD-Sprecher Thomas Prochazka verwies auf den Wunsch der Eltern und der Erzieherinnen, die im Übrigen übernommen werden. Wichtig zudem, dass das wertvolle Konzept der Sternschnuppe erhalten bleibt. Zustimmung kam auch von der CDU, die ausdrücklich begrüßte, dass nochmals eine alternative Trägerschaft geprüft wurde.

Auch die Freien Wähler signalisierten Zustimmung.

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