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Rainer Rau liest am Montag aus seinem neuesten Thriller "Erlöse mich" im Bieberer Bürgerhaus. FOTO: WS

Unter Dauerspannung

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Biebertal(ws). Sein achtes Werk - ein weiterer Thriller - mit dem Titel "Erlöse mich" hat jetzt der Biebertaler Krimi-Autor Rainer Rau veröffentlicht. Der Autor liest am Montag, dem 9. Dezember, um 20 Uhr im Bieberer Bürgerhaus aus seinem neuen Krimi. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die etwas andere Lesung unter dem Motto "Krimi - Wein - Musik" wird vom Biebertaler Gitarristen Chris Frey musikalisch mit Songs aus den 70er und 80er Jahren umrahmt. Anmeldungen werden unter Tel. 0 64 09/97 53 oder unter wein.rau@t-online.de erbeten.

Der 67-Jährige wohnt seit 1972 in Biebertal, ist verheiratet und hat zwei Töchter und zwei Enkel - Pauline (7) und Aaron (5) -, mit denen er viel Zeit verbringt. Rau ist im Vereinsleben in Biebertal engagiert, war 25 Jahre lang im Vorstand des Gewerbevereins tätig und setzt sich als zweiter Vorsitzender mit viel Herzblut für den Erhalt des Familienbades Biebertal ein. Krimis schreibt er seit mehr als zehn Jahren.

Er legt Wert auf die Feststellung, dass er Autor sei und nicht Schriftsteller. Auf die Frage worin der Unterschied besteht, erklärt er: "Ein Schriftsteller ist ein Schreiber, der dies als ernsthafte Berufstätigkeit betreibt. Ich schreibe nicht aus beruflicher Lage und sehe es schon gar nicht als Berufung an. Es ist nur ein Hobby. Ich will in meinen Büchern weder sachlich-fachliche noch pädagogische Punkte setzen. Die Thriller sollen alle nur spannend und logisch aufgebaut sein." Wobei einerseits die fiktive Handlung eine große Rolle spiele, andererseits alle als Tatsachen zu lesenden Fakten stimmen, also gut recherchiert sein müssten. "Ein Thriller muss für mich von der ersten Seite bis zum Schluss eine gewisse Dauerspannung beinhalten", erläutert Rau.

Kokain und Tod auf Verlangen

Sein neuester Thriller "Erlöse mich" handelt von Kokainschmuggel der besonderen Art. Gleichzeitig werden Menschen auf eigenes Verlangen umgebracht. Zum Inhalt: Drahtzieher sind ein dubioser Frankfurter Anwalt und ein Hamburger Autowerkstattbesitzer mit extremen kriminellen Neigungen. Während der Hamburger junge Menschen mit Geld ködert, Kokain von Chile nach Deutschland zu schmuggeln, indem er sie das Rauschgift - in Kondome verpackt - schlucken lässt, stellt der Anwalt die Verbindung zu lebensmüden Personen her. Diese bezahlen die Auftragskiller für ihren eigenen Tod, da sie nicht in der Lage sind, sich selbst das Leben zunehmen. Beide Handlungen gehen nicht immer glatt über die Bühne und es kommt zu dramatischen Zwischenfällen, die am Ende mit dem Tod enden.

Wird es ein weiteres Buch geben? "Vielleicht. Zurzeit arbeite ich an einem Roman, den keiner lesen wird. Es ist das Drehbuch von ›Hexen gibt es nicht‹. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich wahrscheinlich nie einen Produzenten für einen Film finden werde, aber zu schreiben, wie es gehen könnte, reizt mich sehr." Spannend bis zum Ende ist auch dieser Rau-Krimi. Das Buch ist im Heimdall Verlag Rheine erschienen.

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