Die Trockenheit und ihre Folgen

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Biebertal(ws). Der Zustand des Biebertaler Waldes nach den trockenen Sommern 2018 und 2019 stand im Mittelpunkt eines Vortrages im Kirchencafé der evangelischen Kirchengemeinde Frankenbach. Referentin war Försterin Ulrike Henrich. Ihr Fazit: In den kommenden Jahren muss viel aufgeforstet werden.

Die Bäume hätten durch die Trockenheit viel Stress gehabt und seine anfällig für Schadorganismen wie Borkenkäfer und Pilze, so die Revierförsterin. Die Hauptbaumart Buche wurde durch die Wollschildlaus geschädigt.

Bei den Fichten, die elf Prozent des Biebertaler Baumbestandes ausmachen, habe es eine "Massenvermehrung" der Borkenkäfer gegeben, so Henrich. Außerdem hätten sie infolge des fehlenden Wassers keinen Harz gebildet.

Die Eiche als wichtige Mischbaumart sei vom Eichenprozessionsspinner befallen, habe aber die warmen Sommer gut überstanden. Der Ahorn sei von der Rußrindenkrankheit betroffen gewesen. Kiefer, Esche und Lärche gehörten in Biebertal zu den Nebenbaumarten. Die Douglasie halte sich stabil.

"In 2019 musste sich der Forst auf Verkehrssicherungsmaßnahmen beschränken, die auch in diesem Jahr im Vordergrund stehen", so Henrich. Der Markt für die Fichte sei schon Ende 2018 zusammengebrochen, die Eiche habe noch eine gute Nachfrage. Bei der Buche sei der Preis gesunken.

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