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Die Tour der Hoffnung und der Spendenregen

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Die Feuerwehr versprühte Nieselregen, der Musikzug Melodia aus Gießen spielte auf, die Frauen der SKG Rodheim-Bieber hatten eine Batterie Erfrischungsgetränke aufgebaut: Es war ein großer Bahnhof, den die Biebertaler am Mittwochabend der Tour der Hoffnung auf dem Rathausplatz bereiteten. Bürgermeisterin Patricia Ortmann hielt eine lange Liste mit den 75 Aktionen in der Hand, welche die Biebertaler in den letzten zwei Wochen gestartet hatten, um krebskranken Kindern zu helfen.

"22 024 Euro" stand rot unterstrichen ganz oben auf dem Zettel. "Das war der Stand von 15 Uhr heute, jetzt kommt ja noch ein Scheck nach dem anderen dazu", rief Ortmann verzückt ins Mikrofon, hinter ihr lagerte bereits ein Riesenstapel mit den großen symbolischen Überweisungsträgern, vor der Bühne standen weitere Spender Schlange.

Von sieben Euro Taschengeld bis zu den 10 300 Euro der Bäckerei Künkel reichte der Spendenreigen. Und alle hatten mitgemacht, die Vereine, die Firmen, die Schulen, die Kitas, die Parteien. Am Ende dürften es um die 35 000 Euro gewesen sein, die Biebertal neben dem überwältigenden Empfang zum Tour-Ergebnis beigetragen hat. Auch Schirmherrin Petra Behle, die in Biebertal lebt, war ganz gerührt. Es ist keine sonderlich gewagte Prognose, dass Bürgermeisterin Ortmann mit dieser Aussage weniger Ärger kriegen wird als eine andere Politikerin: "Wir Biebertaler, wir schaffen das." (mö/Fotos: mö)

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