Steuer steigt leicht

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Biebertal(so). Als Bürgermeisterin Patricia Ortmann schon sehr früh im vergangenen Oktober den Etatentwurf für dieses Jahr vorgelegt hat, da hatte sie ein Anheben der Grundsteuer B (für bebaute Grundstücke) von 550 auf dann 640 Punkte vorgesehen, um den vorgeschriebenen Haushaltsausgleich hinzubekommen und finanziell etwas Luft zum Atmen zu haben.

Jetzt zeichnet sich ab: Ganz so deutlich wird die Grundsteuer B nicht steigen, sondern nur moderat von 550 auf 600 Punkte. Das jedenfalls hat der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch einstimmig empfohlen. Und folgt damit dem Vorschlag des Gemeindevorstands um Bürgermeisterin Ortmann. Für die Bürger macht das etwa einen Euro im Monat aus - der Gemeinde kann dies rund 125 000 Euro mehr bringen.

Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Inge Mohr, hätte es lieber gesehen, wenn die Steuererhöhung noch geringer ausgefallen wäre, wünschte sich nur 584 Punkte. Ihr Fraktionskollege Sascha Lepper jedoch signalisierte, angesichts de geringen Mehrbelastung für jeden einzelnen Bürger "kann ich mit den 600 Punkten leben". Damit ist die Entscheidung der Gemeindevertretung am 4. Februar vorgespurt.

Zuvor hatte die Leiterin der Finanzabteilung im Rathaus, Eva Oberschelp, mit klaren Worten darauf hingewiesen, mit einem "total auf Kante genähten Haushalt" zu operieren. Man benötige schon ein kleines Polster. Je niedriger man fahre, desto höher werde das Risiko, bei kleineren Veränderungen doch Kassenkredite beanspruchen zu müssen oder gar den Haushaltsausgleich zu gefährden. Und der ist vom Land vorgeschrieben.

Nicht zu vergessen: Für diese Jahr ist der Beginn von Straßensanierungen geplant. Die Schöne Aussicht in Königsberg und Zum Birgel in Frankenbach stehen an. Da von den Anliegern keine Straßenbeiträge mehr eingesammelt werden, muss dies die Gemeinde finanzieren. Und wenn nicht aus eigenen Mitteln, dann auf Kredit.

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