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Steffen Balser (l.) und die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Katharina Muhly, sowie Kassierer Klaus Schneider (2. v. r.) ehren Jürgen Brück, Hans Crombach, Bernd Schäfer und Achim Crombach (v. l.).

Stets für Nachwuchs gesorgt

  • VonVolker Mattern
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Biebertal (m). Die Jugendfeuerwehr ist eine wichtige Institution, gehen doch aus dieser Nachwuchsarbeit nicht selten gestandene, aktive Feuerwehrfrauen und -männer hervor, die die Schlagkraft der Einsatzabteilung langfristig sicherstellen. Auch in Fellingshausen war dies über viele Jahrzehnte nicht anders. Welche Bedeutung die Jugendfeuerwehr hat und wieviel Engagement zahlreiche Verantwortliche investierten, um junge Menschen für den Dienst am Nächsten zu begeistern, wurde bei einem Grillfest mit Dämmerschoppen am Gerätehaus mit rund 100 angemeldeten Gästen deutlich.

Es bot den Rahmen, um auf inzwischen 51 Jahre Jugendfeuerwehr Fellingshausen zurückzublicken - vergangenes Jahr war eine Feier aus Pandemiegründen nicht möglich.

Neue Strukturen

Steffen Balser, nicht nur Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, sondern auch stellvertretender Wehrführer, ließ als Chronist die inzwischen 51 Jahre Jugendfeuerwehrentwicklung im zweitgrößten Dünsbergdorf Revue passieren. Am 12. April 1970 trafen sich zehn Jugendliche im Gasthaus »Zur Post«. Sie waren dem Aufruf des damaligen Wehrführers Werner Gerlach (†) gefolgt. Herbert Brandl, Peter Breit, Jürgen Brück, Achim Crombach, Bernd Schäfer, Siegfried Gerlach, Jürgen Kienholz, Detlev Ruppert, Friedhelm Rüspeler und Dieter Schleenbecker (†) bilden so den Gründerstamm des Löschnachwuchses. Unterschiedlich seien die Interessen und Beweggründe der Jugendlichen gewesen. Ob der Spaß an der Technik oder das Ausloten praktischer Fähigkeiten - oder einfach auch nur der soziale Gedanke und der Wille, anderen zu helfen und in Not beizustehen, sagte Balser. Erster Jugendwart war Hans Crombach, und zum ersten Jugendgruppenleiter wurde Bernd Schäfer gewählt. Im Laufe der fünf Jahrzehnte haben rund 200 junge Menschen den Weg in die Jugendfeuerwehr gefunden. Nicht wenige wechselten in die Einsatzabteilung.

Auch aktuell zeige ein Blick in die Abteilung der Aktiven, dass viele von ihnen diesen Weg über die Jugendfeuerwehr nahmen, so Balser. Diese Kontinuität konnte nur durch den Dienst zahlreicher Jugendwarte und Helfer gewährleistet werden. Sie hätten viel Zeit geopfert und Herzblut in diese Arbeit investiert, würdigte der stellvertretende Wehrführer das Engagement. Er erinnerte an Namen wie Arnold Schmidt, Horst Waldschmidt, Volker Sauer, Michael Wack, Peter Bergmann, Marco Weinecker, Michael Waldschmidt, Jan Steinmüller und Fabian Jung.

In Biebertal stehen mit dem derzeit sich im Bau befindenden, neuen Feuerwehrstützpunkt in Rodheim Veränderungen an, die auch an der Jugendfeuerwehr Fellingshausen nicht spurlos vorbeigehen. Nach einem Neubeginn in der Wehrführung wurden vergangenes Jahr Strukturen aufgebaut, die zunächst ein Zusammengehen der Jugendfeuerwehren von Fellingshausen und Rodheim zum Ziel haben. Coronabedingt konnten bislang keine Übungen stattfinden. Mittelfristig werde es mit Inbetriebnahme des neuen Stützpunktes eine gemeinsame Jugendfeuerwehr aus den beteiligten Ortsteilen Fellingshausen, Vetzberg, Rodheim und Bieber geben, kündigte der stellvertretende Wehrführer an.

Im Anschluss an die Festansprache wurden einige der Gründer und Funktionsträger von einst geehrt. Für musikalische Unterhaltung sorgten anschließend die »Bierbembel-Bläser«.

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