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Präsentation unter mächtigen Bäumen: Plakattafeln geben Auskunft über Geschichte und Gegenwart des Gail’schen Parks und des Freundeskreises.

Stelldichein im Grünen

  • VonVolker Mattern
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Biebertal (m). Er ist ein Kleinod in Biebertal und inzwischen längst eine weit über die heimischen Grenzen hinaus bekannte, touristische Attraktion - der Gail’sche Park in Rodheim. Das war lange Zeit nicht so. Da wurde gerätselt, was sich wohl hinter den hohen Mauern und Hecken, die diesen Park umgeben, verbirgt und überlegt, wie es wohl dort aussehen würde.

Mit der Gründung des Freundeskreises Gail’scher Park im Jahr 2000 hat sich das geändert, begann der Prozess der Öffnung und Erschließung für die Menschen. So wie das 2,8 Hektar umfassenden Areal sich jetzt präsentiert, trägt es vor allem die Handschrift des Freundeskreises. Wie gerne hätten die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Norbert Kerl diesen runden Geburtstag groß gefeiert, aber die Pandemie ließ dies nicht zu. Im kleinen Rahmen wurde nun an die Vereinsgründung erinnert, skizzierte der Vorsitzende die Entwicklung vor dem Hintergrund des 125-jährigen Bestehens der Parkanlage. Eingeladen hierzu hatte man all jene Menschen, die dem Ansinnen des Vereins immer wohlwollend gegenüberstanden und ihn nach Kräften und mit großherzigem Weitblick, im Rahmen ihrer politischen Entscheidungskraft und den wirtschaftlichen und eigentumsrechtlichen Interessen gerne und vorbehaltslos unterstützen. Das waren neben den bis dahin amtierenden Bürgermeistern Günter Leicht, Helga Lopez sowie Thomas Bender und der amtierenden Rathauschefin Patricia Ortmann die Eigentümer des Parks, der Vorsitzende der Unternehmensleitung der Schunk-Gruppe, Dagobert Kotzur und der jetzige Eigentümer, Dr. Wolfgang Lust, geschäftsführender Gesellschafter der Lust Hybridtechnik GmbH.

Bürgermeisterin lobt Engagement

Ein Flyer mit der Aufschrift »Ein Park erwacht« kam im April 2000 unter die Leute. Es war ein Weg der kleinen, aber überlegten Schritte, es galt kommunalpolitische Entscheidungsprozesse abzuwarten, Verhandlungen mussten geführt werden, aber vor allem auch schon früh die Menschen mitgenommen werden, um den Prozess zielführend zu entwickeln. 2003 erwarb die Gemeinde Park und Villa von Dr. Michael Rumpf-Gail. Mit der Schunk-Gruppe als Pächter wurden Öffnungen und Führungen vereinbart. Vor zehn Jahren kündigte die Schunk-Group den Mietvertrag mit der Kommune. Lust mietete das Anwesen und kaufte es vor viereinhalb Jahren von der Eigentümerin.

Dem Dank des Vorsitzenden für die vielfältige und über die Jahre verlässliche Unterstützung bei der Vereinsarbeit entgegnete Patricia Ortmann. Es sei wertvoll für Biebertal und aus touristischer Sicht, dass der Park erfahrbar sei. Das ehrenamtliche Engagement des Vereins könne man nicht hoch genug bewerten, würdigte sie die Arbeit des Vorstandes und versprach, dass die Gemeinde immer ein verlässlicher Partner sein werde.

Auf 15 Plakattafeln sind nach einer Idee der 2. Vorsitzenden, Susanne Weber, 23 Themenfelder beschrieben und illustriert, die den Besuchern die eigene Geschichte, die des Parks und der neun Arbeitsgruppen des Vereins näherbringen. An der Gestaltung waren neben dem 1. und der 2. Vorsitzenden die Studentin Michelle Vaupel, der Künstler und Grafik-Designer Jürgen Crombach und Vorstandsmitglied Markus Langhans beteiligt. Geöffnet ist der Park samstags von 12 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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