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»Sie waren ganz nah bei den Menschen«

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Von: Klaus Moos

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Pfarrerin Christin Neugeborn (M.) mit (v. l.) Hannelore Lapp, Jenny Stiehl, Gernot Jazkowski, Pfarrerin Johanna Fröhlich, Pfarrerin Imogen Kasemir-Arnold und Dekan André Witte-Karp. © Klaus Moos

Biebertal (mo). Mit dem Beatles-Lied »Do you want to know a secret?« (Wollt ihr ein Geheimnis wissen?) eröffnete Daniel Schulz an der Orgel den Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrerin Christin Neugeborn in der evangelischen Kirche in Rodheim. Sie verlässt Biebertal und wechselt in das Kirchspiel Wirberg.

Dekan André Witte-Karp verabschiedete Pfarrerin Neugeborn, entpflichtete sie von ihrem Dienst und segnete sie für ihren weiteren Weg. »Dieser Probedienst, das ist kein Geheimnis, war kein leichter. Als Seelsorgerin waren Sie ganz nah bei den Menschen«, sagte der Dekan. »Kitas auch geistlich zu leiten, wie viel Kraft geht da hinein«, nannte er als ein Beispiel aus drei Jahren Dienst in der Gemeinde.

In ihrer Begrüßung hatte Pfarrerin Neugeborn in Bezug auf das Eingangslied gefragt: »Wollt ihr auch ein Geheimnis wissen? Könnt ihr auch versprechen, es für euch zu behalten?« Anschließend sprach sie über das Geheimnis der Heiligen Nacht und ging auf die Geheimnisse ein, die aktuell im politischen Geschehen sorgenvoll machen.

Als Predigttext wählte Neugeborn die ersten fünf Verse aus dem vierten Kapitel des ersten Briefes an die Korinther, in dem es um die treuen Haushalter für Gottes Sache geht. Die Pfarrerin führte aus, »Abschiedszeit, das ist immer auch irgendwie eine Nachdenkzeit. Zeit der inneren Besinnung über das Gewesene, Zeit des Umdenkens. Und ich begreife dieses Umdenken als eine Selbsterforschung.«

Sie blickte auf ihre Zeit in Biebertal zurück und erinnerte noch »ganz präsent an unsere ›Rollende Weihnacht‹«, aber auch an die Erschaffung des Kooperationsraumes, die Redaktionstreffen des gemeinsamen Gemeindebriefs sowie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Funktionen oder das Jubiläum in Vetzberg. Die Pfarrerin sprach von einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und lobte die »professionelle wie herzliche Führungskompetenz« der Kita-Leitungen - besonders in Corona-Zeiten. Gleiches gelte den Mitarbeiterinnen wie den Pflegedienstleitungen und der Geschäftsführung der Diakoniestation, »die schon über zwei Jahre nun täglich über ihre Grenzen hinausgehen«.

Ganz viele Dankesworte

Neugeborn zählte vieles mehr auf und erinnerte schließlich an die ökumenischen Gottesdienste im Park und »die vielen anderen wohltuend unaufgeregten wie theologisch beglückenden und professionellen Begegnungen mit unseren katholischen Geschwistern«.

Pfarrerin Johanna Fröhlich lud nach dem Gottesdienst zu einem Stehempfang vor der Kirche ein, es waren für jeden Besucher Tütchen mit einem Getränk und etwas zum Knabbern vorbereitet.

Dort wurden zahlreiche Grußworte gesprochen. Unter anderem für den Kirchenvorstand Rodheim-Vetzberg von Gernot Jazkowski und für den Kirchenvorstand Bieber von Hannelore Lapp. Für die Pfarrerschaft sprachen Pfarrerin Johanna Fröhlich und Pfarrerin Imogen Kasemir-Arnold auch im Namen von Pfarrer Schweizer ihren Dank für alle Zusammenarbeit aus. Im Auftrag der katholischen Pfarrgemeinde St. Anna Biebertal dankte Gemeindereferentin Gertrud Wittenstein für die Zusammenarbeit. Für die Grundschule Rodheim sprach Solveig Fischer, für die Kitas Rodheim, Vetzberg und Bieber dankten die Leiterinnen Catinka Schwarzer, Sandra Ammon und Anne Hederich und luden Neugeborn noch einmal zu einem Besuch ein, damit sich auch die Kinder verabschieden können. FOTO: MO

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