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Sanierungsfall: Die Sudetenstraße in Rodheim-Bieber. Foto: so

Schöne Aussicht und Birgel werden 2020 saniert

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Biebertal(so). Lange hat es gedauert, bis man sich in Biebertal einig wurde, wie grundhafte Straßenerneuerungen finanziert werden sollen, weil man die Anlieger nicht weiter belasten will. Die Straßenbeitragssatzung wurde erst einmal außer Kraft gesetzt und ist mittlerweile abgeschafft. Arbeiten an den Straßen sollen aus allgemeinen Steuermitteln bezahlt werden. Denn die Hoffnung von CDU und Freien Wählern, dass das Land doch noch finanziell einspringt, hat bis jetzt nicht getragen. Im nächsten Jahr stehen erst einmal die "Schöne Aussicht" in Königsberg sowie die Straße "Am Birgel" im Frankenbach an.

Zur Erinnerung: Beide Straßen waren 2017/18 schon einmal auf dem Plan. Doch wegen der laut Straßenbeitragssatzung anfallenden Kosten für die Anlieger zuckten die Freien Wähler zurück. In der Zeit, als Bürgermeister Bender kurz vor Ende seiner Amtszeit seinen Resturlaub nahm und die Nachfolgerin Patricia Ortmann noch nicht im Amt war, setzten die FW die bereits auf dem Weg gebrachten Planungen kurzerhand aus, um die Anlieger zu schonen. Jetz also sollen es alle Steuerzahler in Biebertal gemeinsam stemmen.

Lange Liste der Sanierungsfälle

Gleiches gilt für die weiteren zur Generalüberholung anstehenden Straßen: Sudetenstraße, Gehwege in der Gießener Straße, Am Birkfeld, Am freien Koben, Karlstraße, Georg-Philipp-Gail-Straße, Am Sieghaus, Grabenstraße und Berliner Straße (allesamt in Rodheim-Bieber), sowie Am Berg in Fellingshausen, die Weingartenstraße und die Krofdorfer Straße in Vetzberg, die Wilhelmstraße in Frankenbach und Zum Wilsberg in Krumbach. Eine Reihenfolge nach Dringlichkeit gibt es noch nicht.

Sehr weit gefasst sind auch die Standards, nach denen die Straßen saniert werden sollen. Das Tiefbauamt im Rathaus plädierte dafür, hier möglichst große Handlungsspielräume zu gewähren, denn eine "Standardstraße mit Standardausbau" sei kaum möglich. Vielmehr solle mit Orientierung an den Gegebenheiten vor Ort geplant werden. Der Bauausschuss unter Leitung von Jürgen Purrucker hat dieses Vorgehen so empfohlen. Eine abschließende Entscheidung trifft die Gemeindevertretung am 18. Dezember.

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