ik_Landwirte_260521_4c_2
+
Frank Willershäuser, Marie und Anne Schmidt, Manfred Schupp, Marie-Luise Sonneborn, Norbert Walch und Harald Christ informieren über die neuen Schilder.

Rücksicht nehmen

  • vonKlaus Waldschmidt
    schließen

Biebertal (ws). Landwirte und Jäger in der Gemeinde appellieren an Hundehalter, der Natur mit Rücksicht zu begegnen. Hundekot auf Feldern, Wiesen und Straßen sorge immer wieder für Ärger und Probleme. Abgesehen von Spaziergängern und Wanderern seien diese unbeliebten Haufen auch für Familien und Kleinkinder ein Ärgernis.

Deshalb wurden in der Königsberger Gemarkung Schilder mit der Aufschrift »Nicht vergessen: Hier wächst Ihr Essen - Nicht mit Hundekot verschmutzen« aufgestellt. Ortslandwirt Frank Willershäuser, Marie und Anne Schmidt, Manfred Schupp, Königsbergs Ortsvorsteherin Marie-Luise Sonneborn, Norbert Walch und Harald Christ wiesen jetzt auf die neuen Tafeln hin.

Die Hundehaufen könnten auch für Rind, Schaf, Ziege oder Pferd unangenehm sein. Diese benötigen sauberes, schmackhaftes und hygienisch einwandfreies Futter. Verunreinigungen durch Hundekot könne zu einer Gefahr für die Gesundheit von Nutztieren werden.

Privateigentum achten

Durch die Aufnahme von verunreinigtem Gras, Heu oder Silage würden Krankheitserreger in den Körper der Tiere gelangen. Kühe meiden auf der Weide Hundehaufen ebenso wie ihre eigenen Exkremente, denn sie fressen nur sauberes Gras. Allerdings könne der Hundekot beim Mähen in das Heu oder die Silage gelangen. Zudem sei Hundekot nicht vergleichbar mit Wirtschaftsdüngern wie Mist, Gülle oder Jauche.

Weiden, Wiesen und Äcker müssen von Hundehaltern als Privateigentum übrigens ebenso geachtet werden wie Nachbars Garten. Landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf vorhandenen Wegen betreten werden. Als Nutzzeit gilt der Zeitraum zwischen Saat oder Bereitstellung und Ernte. Bei Grünland entspricht dies der Zeit des Aufwuchses.

In diesem Zeitraum ziehen Vögel, Hasen und Rehe ihren Nachwuchs am Boden auf. Bereits auf kurzer Distanz betrachten Wildtiere den Menschen und Hunde als Bedrohung, sie geraten in Panik. Deshalb die Bitte von Landwirten und Jägern: »Bleiben Sie auf den Wegen und leinen Sie ihren Hund an.«

Zusätzlich können Abfälle wie Dosen oder Flaschen in den Futterkreislauf von Nutztieren gelangen, diese verletzen oder gar vergiften. Zudem kann Müll teure Schäden an landwirtschaftlichen Maschinen verursachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare