Rainer Haus überreicht das erste Exemplar des Plakates "Die Biebertalbahn" an Gabriele Freyer. FOTO: WS
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Rainer Haus überreicht das erste Exemplar des Plakates "Die Biebertalbahn" an Gabriele Freyer. FOTO: WS

Plakat erinnert an die Biebertalbahn

  • vonKlaus Waldschmidt
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Biebertal(ws). In Verbindung mit der Eröffnung des Bieberlies-Erinnerungsareals bei Hof Schmitte durch den Heimatverein Rodheim-Bieber verfasste Ulrike Haus aus Bieber einen Text für einen Flyer zur Geschichte der Biebertalbahn.

Bereits Ende 2016 hatten sie und ihr Mann Dr. Rainer Haus einen achtseitigen Flyer herausgegeben, der bereits im Frühjahr 2017 vergriffen war. Schon damals bestand die Absicht, nach Vollendung des Areals eine aktualisierte Neuauflage herauszubringen. Das ist nun geschehen.

Nachdem im Mai ein historischer Personenwagen aus der Schweiz auf die Schienen gesetzt worden war, wurde die Neuauflage in Angriff genommen. Zugleich entwickelte Ulrike Haus den Gedanken, aus dem Flyer ein Plakat für den Personenwagen und die hiesigen Museen zu gestalten.

Im Bauernhausmuseum Hof Haina wurden Flyer und Plakat vorgestellt. In diesem Museum ist eine großformatige Reproduktion einer historischen Ansichtskarte von 1902 zu sehen, auf der die Biebertalbahn genannt wird. Rainer Haus wies darauf hin, dass das "Bieberlieschen", wie die Kleinbahn schon kurz nach ihrer Eröffnung 1898 liebevoll genannt wurde, auch für die "Sommerfrischen" im heimischen Raum große Bedeutung hatte. Zu jenen "Sommerfrischen" gehörten neben dem Hofgut Bubenrod das Forsthaus Haina und die Reehmühle Bieber. Schon die Fahrt mit der "romantischen Kleinbahn" von Gießen nach Bieber sei nicht nur für die Ausflügler zum Dünsberg, sondern auch für die "Sommerfrischler" zu einem besonderen Erlebnis geworden. Gabriele Freyer vom Bauernhausmuseum erklärte, das Plakat ergänze "in wunderbarer Weise unsere Exponate". Für die Besucher sei es sicher interessant zu erfahren, was Hof Haina und die dort gelegene Grube Abendstern mit der Erzverladestelle Abendstern bei Heuchelheim verbindet.

Ebenso wie im Flyer liegt ein Schwerpunkt des Plakates auf dem Windhof bei Heuchelheim, der 1918 von dem damals aus Fulda kommenden Unternehmen Schunk & Ebe erworben und Firmensitz wurde. Als Illustration dient eine Ansichtskarte des Windhofs mit Biebertalbahn auf dem Weg zum Bahnhof Heuchelheim von 1899. Darauf ist auch der Restaurationssaal für 800 Personen zu sehen, in dem Schunk & Ebe 19 Jahre später die Produktion aufnahm.

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