Dekan André Witte-Karp, Jürgen Steinmüller (v. l.) und Pfarrerin Christin Neugeborn (r.) verabschieden Pfarrer Claus Becker. FOTO: MO
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Dekan André Witte-Karp, Jürgen Steinmüller (v. l.) und Pfarrerin Christin Neugeborn (r.) verabschieden Pfarrer Claus Becker. FOTO: MO

Pfarrer Claus Becker verabschiedet

  • vonKlaus Moos
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Biebertal(mo). Pfarrer Claus Becker wurde am Sonntag im Rahmen eines Internet-Gottesdienstes von seiner Kirchengemeinde Gemeinde Rodheim-Vetzberg verabschiedet. Im evangelischen Gotteshaus in Rodheim dabei war seine Familie, dazu Dekan André Witte-Karp, Pfarrerin Christin Neugeborn, Jürgen Steinmüller und Georg Hager für den Kirchenvorstand, Organistin Karin Rink sowie der Praktikant der Kirchengemeinde Louis Steinmüller, der ein Gebet sprach.

Pfarrer Becker beginnt im Februar seinen Dienst als Schulpfarrer am Gymnasium in Oberursel. Er sagte zu seinem Abschied: "In Biebertal stehen nun weitere Veränderungen bevor. Ich spüre deutlich, dass ich dafür die Kraft nicht mehr habe. Daher muss ich nun weiterziehen."

Den kurzen Abschiedsgottesdienst mit der abschließenden Entpflichtung gestaltete Karin Rink an der Orgel mit.

Die Predigt von Pfarrer Becker behandelte den Tagestext der Hochzeit zu Kana, bei der Jesus dem Bräutigam aus der Klemme half und Wasser zu Wein umwandelte, damit die Feier weitergehen konnte.

Steinmüller sagte für den Kirchenvorstand der eigenen und aller Biebertaler Gemeinden Dankeschön. Er skizzierte das Wirken des Pfarrers in seinen fünf Jahren Dienst in Biebertal: "Sie waren Ansprechpartner für Glaubensfragen, haben Kinder getauft, Ehen geschlossen, Verstorbene zur letzten Ruhe begleitet und standen Angehörigen in ihrem Leid bei. Wichtig waren Ihnen die Kinder, und es war Ihr Anliegen, dass die Kindergärten unter evangelischer Trägerschaft bleiben, das wurde Ihnen zum steinigen Weg. Sie haben sich bemüht, die gute Botschaft der Bibel zu den Menschen zu bringen." Das Geschenk der Kirchengemeinden war ein Einkaufsgutschein.

Pfarrerin Christin Neugeborn, die sich sehr um diesen Abschiedsgottesdienst bemüht hatte, überreichte Becker eine Schultasche mit allem, was im Alltag eines Religionslehrers dienlich ist. Aus der Vetzberger Kita stammt das kreative Bild eines "Krafttieres", auf Leinwand gemalt, das all die Stärken in sich verbinde, die man als Lehrer für die Schule brauche: "Hasenohren, damit Herr Becker alles hören kann, was seine Schüler sagen, Streifen wie ein Tiger, damit er sich auch einmal tarnen und an die Klasse heranschleichen kann, zwei Klappen wie eine Muschel, damit er auch mal die Schotten dicht machen kann, wenn es ihm zu viel wird."

Choral zum Abschied

Die Bieberer Kinder hatten Kleeblätter gestaltet, die mit Fürbitten beschrieben waren. Dazu gab es eine Mappe, die von Gemeindemitgliedern mit Erinnerungen an Pfarrer Becker gestaltet wurde. Dekan Witte-Karp, der eine Wasserflasche für Durststrecken überreichte, sprach die formale Entpflichtung aus.

Pfarrer Becker bedankte sich für das Bemühen, ihm den Abschied aus dem Gemeindeleben leichter zu machen. Karin Rink intonierte abschließend den wunderschönen Choral: "Wie schön leuchtet der Morgenstern...".

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