Die Vorsitzenden der Parteien und der Wählergemeinschaft in Biebertal unterzeichnen die Erklärung, bei der Ortsbeiratswahl auf eigene Kandidatenlisten zu verzichten. FOTO: SO
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Die Vorsitzenden der Parteien und der Wählergemeinschaft in Biebertal unterzeichnen die Erklärung, bei der Ortsbeiratswahl auf eigene Kandidatenlisten zu verzichten. FOTO: SO

Offene Listen

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Biebertal(so). Die Parteien und die Wählergemeinschaft, die in der Biebertaler Kommunalpolitik aktiv sind, haben sich darauf verständigt, bei der Kommunalwahl am zweiten Sonntag im März 2021 bei den Wahlen zu den Ortsbeiräten nicht mit eigenen Listen anzutreten.

Stattdessen wollen sie das Zustandekommen von überparteilichen - für alle Bürgerinnen und Bürger offenen - Listen in den Dörfern unterstützen

Eine entsprechende Absichtserklärung haben dieser Tage Sascha Lember (CDU), Karl-Ernst Schaub (SPD), Inge Mohr (Freie Wähler) und Hendryk Gaidies (Grüne) unterzeichnet.

Hintergrund ist, dass es immer schwieriger wird, engagierte Bürger für die Mitarbeit in den Gremien zu gewinnen. Zudem kämpfen nicht wenige Ortsvereine und Ortsverbände von Parteien mit sinkenden Mitgliederzahlen respektive einem steigenden Altersschnitt. Bei der letzten Kommunalwahl im März 2016 wurde in Vetzberg schon kein Ortsbeirat mehr gewählt. Da hätte einzig die SPD Kandidaten stellen können.

Die geplanten offenen Listen sollen über die Parteien hinaus allen interessierten, ungebundenen Bürgern die Möglichkeit bieten, zu kandidieren und die Zukunft ihres Dorfes mitzugestalten. Dazu fanden bereits Info-Abende im Rahmen der Ortsbeiratssitzungen statt. Die offenen Listen werden als Chance gesehen, um Menschen anzusprechen, die sich vorstellen können, sich für ihr Dorf zu engagieren, die aber davor zurückscheuen, in eine Partei oder Wählergemeinschaft einzutreten.

Ortsbeiräte werden nur gehört, haben kein Beschlussrecht - und bislang keinen eigenen Etat. Auch darüber wird nachgedacht. Dies würde die Möglichkeit eröffnen, kleinere Angelegenheiten eigenverantwortlich zu regeln.

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