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Neues Wohnquartier in Alt-Rodheim

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Biebertal (so). Mitten im Ortskern von Rodheim soll ein neues Wohnquartier entstehen. Eine Investorengruppe hat das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen Gerlach erworben und will dort Wohnen und Gewerbe realisieren. Die Gemeindevertretung Biebertal hat dafür am Freitag vom Grundsatz her grünes Licht gegeben. Beschlossen ist das Aufstellen eines Bebauungsplanes für die Grundstücke an der Gießener Straße 10-12 bis hinunter zum Talweg.

Erhalten werden sollen ortsbildprägende Gebäude an der Gießener Straße. Die rückwärtig liegenden ehemaligen Scheunen, Stallungen und Schuppen sollen einer Wohnbebauung weichen. In den vergangenen zwei Jahren standen die Gebäude leer, wurden nicht mehr genutzt. Ziel ist, das denkmalgeschützte Wohngebäude zu erhalten und gegebenenfalls um einen eingeschossigen Anbau zu erweitern sowie auf den Flächen dahinter eine verdichtete Bebauung umzusetzen.

Grünes Licht im Bauausschuss

Die Idee: Dort zwei jeweils dreigeschossige Gebäudekomplexe plus Staffelgeschoss zu errichten. Die zwei Gebäude sollen Tiefgaragen erhalten und bezahlbaren Wohnraum bieten; zudem Raum für Gewerbe und Dienstleistungen. Gedacht ist an betreutes Wohnen sowie das Schaffen einer Tagespflege für Senioren.

Im gleichen Zug sollen für das benachbarte Anwesen, in dem die Bäckerei Künkel eine Filiale betreibt, also das ehemalige Eisacafé "Da Toni", zusätzliche zwölf Parkplätze geschaffen werden. Und: Es soll Raum bleiben für das Anlegen eines Dorfplatzes, der zum Verweilen einlädt.

Ein Teil des Areals ist innerhalb der denkmalgeschützten Gesamtanlage "Gießener Straße", ein anderer Teil ist derweil Außenbereich. Ergo ist eine Umweltprüfung nötig.

Der Bauausschuss der Gemeindevertretung hat bereits grünes Licht gegeben. Sprecher von SPD, Freien Wählern und CDU begrüßten die Idee ausdrücklich. Auch und gerade um für ältere Bürger bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum zu schaffen.

Um die geplante Nutzung abzusichern, soll ein städtebaulicher Vertrag mit den Investoren abgeschlossen werden, forderte Inge Mohr (Freie Wähler). Weitgehender Konsens aber, was Wolfgang Lenz (SPD) sagte: "Die Planer haben gute Arbeit abgeliefert."

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