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Oberhalb der Landstraße Richtung Bieber soll in Fellingshausen gebaut werden können.

Neues Bauland am Dünsberg

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Biebertal (so). Gefragt sind von den Biebertalern eher freistehende Einfamilienhäuser, so die Einschätzung von Wolfgang Lenz. Der Königsberger Sozialdemokrat hatte am Dienstag im Hauptausschuss der Gemeindevertretung ein neues Baugebiet für Fellingshausen aufgerufen. Konkret das Erweitern der "Dreispitz" am westlichen Ortsrand Wenn dies realisiert wird, dann wird es mit einer Größenordnung von 45 bis 50 Bauplätzen eher kräftig.

Doch ob es nur Einfamilienhäuser werden oder eben auch Doppelhaushälften und Reihenhäuser, das ist noch völlig offen. Gerade solch verdichtetes Bauen ist eine gute Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Denn auch das ist Wunsch der Biebertaler Kommunalpolitik: Sicherzustellen, dass die Quadratmeterpreise "moderat" bleiben - wie auch immer "moderat" zu definieren ist. Grundstücksgrößen könnten sich zwischen 450 und 700 Quadratmetern bewegen.

Novum für Biebertal: Die Gemeinde will einen Erschließungsträger einbinden. Einen Unternehmer, der Ankauf der Flächen, Erschließung, Vermarktung und Abrechnung aus einer Hand erledigt. Das mindert die Kosten für die Kommune. Mit einem solchen Unternehmen als Dienstleister ist ein Erschließungsvertrag über all diese Fragen abzuschließen.

Planungen laufen jetzt an

Es steckt viel vorbereitende Arbeit darin, sagt Bürgermeisterin Patricia Ortmann. Sie hat für die Vorbereitungen ein Büro zurate gezogen, um bei der Vergabe an einen potenziellen Entwickler Klarheit und Transparenz im Verfahren zu haben. Was die Vergabe der Bauplätze angeht, so soll erst einmal die Kiste der im Rathaus bereits vorstellig gewordenen Bauwilligen abgearbeitet werden

Noch nicht vertiefend beleuchtet ist die Frage der Verkehrserschließung. Da ist zwar bereits ein Plan in Auftrag gegeben, doch noch nicht en détail geklärt. Ziel ist jedenfalls, den Verkehr direkt auf die Landstraße zu führen, die Fellingshausen mit Bieber verbindet. Dies, um die Anwohner vom Hohlgarten und der Straße An der Beu nicht noch mehr als schon jetzt mit Verkehr zu belasten.

Der Finanzausschuss unter Vorsitz von Wolfgang Lenz hat sich jedenfalls einstimmig (bei einer Enthaltung aus den Reihen der Grünen) dafür ausgesprochen, für das weitere Entwickeln de Flächen einen Erschließungsträger zu suchen. Dazu soll es ein Interessenbekundungsverfahren geben.

Verabredet hat die FW/CDU-Koalition zudem, dass auch in den anderen Biebertal-Dörfern ebenfalls Bauland erschlossen wird - wenngleich meist viel kleinteiliger, etwa durch Arrondieren bestehender Wohnquartiere.

In der kommenden Woche wird die Angelegenheit in der Gemeindevertretung zur Abstimmung aufgerufen.

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