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Auf die Ausbildung des Nachwuchses legt man bei der Feuerwehr großen Wert. Beim Spritzenhausfest zeigen die "Feuermäuse", wie man Personen aus einem Pkw rettet. ARCHIVFOTO: BF

Nachwuchs bald im Einsatz

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Biebertal(ws). "Der Klimawandel wird mittel- und langfristig die Einsatzschwerpunkte der Feuerwehren in Richtung Unwettereinsätze sowie Vegetations- und Waldbrände verlagern. Das hat auch das Jahr 2019 gezeigt. Schwerpunkte, denen wir uns bei der Ausbildung und bei der Ausrüstung stellen müssen", so der Bieberer Wehrführer Stefan Holler.

Die Bieberer Feuerwehr musste 2019 zu 38 Einsätzen - zwölf Brandeinsätzen und 25 technischen Hilfeleistungen - ausrücken. Leider war auch eine Fehlalarmierung zu verzeichnen.

Ärgernis Nutzfeuer

Zu den Einsätzen gehörten zwei Kleinbrände B, ein Sturmeinsatz, drei Verkehrsunfälle und drei Einsätze zur Menschenrettung sowie neun Türöffnungen wegen hilfloser Personen. "Ein ständiges Ärgernis waren auch 2019 wiederum die nicht angemeldeten, aber auch die angemeldeten Nutzfeuer, die immer wieder zu Einsätzen führten, die zwar umsonst, aber für die Kommune nicht kostenlos waren, da der Verdienstausfall der Einsatzkräfte bezahlt werden muss", erläuterte Stefan Holler.

Die Einsatzabteilung zählt 22 Aktive, die Ehren- und Altersabteilung sechs. Im Frühjahr werden zwei Einsatzkräfte aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Insgesamt wurden 20 Übungsdienste - sowie zwölf gemeinsame Ausbildungsveranstaltungen auf Biebertaler Ebene absolviert. Eine Belastungsübung für die Atemschutzgeräteträger und eine Alarmübung "Biebertal-Mitte" kamen hinzu. - Sechs Lehrgänge wurden besucht.

"Die Anforderungen - vor allem im beruflichen Bereich macht es den Kameraden zunehmend schwerer, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen", bedauerte Holler. - "Sollte bis zur nächsten turnusmäßigen Prüfung der Stützpunkt-Neubau nicht stehen, wird für das Bieberer Gerätehaus ein Nutzungsverbot ausgesprochen", so Holler. Er kritisierte die Verzögerung des Neubaus des Feuerstützpunktes Mitte, die durch das Flachdach als Einsparungsmaßnahme auf der Fahrzeughalle entstanden ist. Die Verzögerung führe zu kontinuierlich steigenden Baukosten und ein Spatenstich für den Neubau bis zum Sommer sei fraglich. Jugendfeuerwehrwart Fabio Lerch berichtete, dass die Jugendfeuerwehr zurzeit zehn Mitglieder zählt. 15 Dienste, überwiegend mit der Jugendfeuerwehr Königsberg, fanden statt. Die Minifeuerwehr "Feuermäuse" hat 16 Mitglieder (acht Jungen und acht Mädchen). Die Aktiven wählten Wehrführer Stefan Holler wieder. Bürgermeisterin Patricia Ortmann und Gemeindebrandinspektor Marcel Hänsel dankten der Feuerwehr für ihren engagierten Einsatz.

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