»Möglichst viele Akteure einbinden«

  • VonVolker Mattern
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Biebertal (m). Außergewöhnlich groß war das Interesse an der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Fellingshausen. Aktuell bewegen die Erweiterung des Neubaugebiets »Dreispitz«, der Kunstrasenplatz auf dem Waldsportplatz und die KiTa »Fuchsbau« die Bevölkerung. Über den Stand der Dinge informierte Bürgermeisterin Patricia Ortmann, die von Ortsvorsteher Dr.

Alfons Lindemann (CDU) begrüßt wurde.

Über allem steht die Überschrift »Dorfentwicklung«, jenem Förderprogramm des Landes, in das die Großgemeinde mit ihren sieben Dünsbergdörfern vor einem Jahr Aufnahme fand. Wichtig, so Ortmann, sei hierbei die Beteiligung möglichst vieler Akteure, vor allem der Bürger, denn nur so könne der Prozess gelingen und am Ende ein für alle zufriedenstellendes Ergebnis stehen. Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung hatte sich eine Steuerungsgruppe gebildet, in der Vertreter aus allen Ortsteilen, politischen Fraktionen sowie Fachgebieten mitarbeiten. Seit Januar begleitet den Prozess ein Planungsbüro, die »AG Stadt«, welches zunächst mit viel Bürgerbeteiligung ein sogenanntes »Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept« (IKEK) erstellt. Es schreibt die Zielsetzungen und Maßnahmen für die nächsten Jahre fest. Die Förderperiode geht über sieben Jahre.

Es gelte jetzt, schnell die Weichen zu stellen, um die Chance auf Fördergelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro bzw. 80 Prozent Förderanteil pro Projekt nicht zu verpassen, so Ortmann. Für die »Dreispitz« konnte die Gemeinde nach einem Ausschreibungsverfahren die Firma Weimer aus Lahnau als Erschließungsträger gewinnen. Derzeit läuft das Umlegungsverfahren. Parallel dazu wird der Bebauungsplanentwurf erarbeitet.

Verkehrsaufkommen nimmt zu

Die vorgesehenen mehrgeschossigen Häuser sollen in der Hand der Firma Weimer bleiben. Unterhalb des ehemaligen Hotels »Keltentor« ist ein zweigeschossiger Bau vorgesehen, welcher der Vereinsnutzung zur Verfügung stehen soll. In diesem Zusammenhang kommt das Feuerwehrhaus ins Gespräch, das nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Feuerwehr-Zentralstützpunktes in Rodheim nicht mehr der Dorf- und Vereinsgemeinschaft Fellingshausen zur Verfügung stehen wird. Die Gemeinde strebt beim Verkauf eine gewerbliche Nutzung des Gebäudes an, da es im ausgewiesenen Industriegebiet von Fellingshausen seinen Standort hat.

Spannend und mit Konfliktpotential beladen wird noch das Thema der Verkehrsanbindung des Neubaugebietes an die Kreisstraße sein. Das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen wird zur zusätzlichen Belastung der Straßen Die Beu und Hohlgarten, deren Anwohner in der Vergangenheit hiergegen schon aufbegehrten. Spannend auch die Frage, wie es mit der KiTa weitergehen wird, denn obwohl erst vor wenigen Jahren das Haus saniert und erweitert wurde, fehlt es inzwischen bereits wieder an Platz.

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