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Konny Blaschek

Mit Gemeinschaftssinn zum Erfolg

  • vonKlaus Waldschmidt
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Biebertal (ws). Nach 35-jähriger Tätigkeit verabschiedet sich Kornelia Blaschek, die Leiterin des Familienzentrums Königsberg, Ende März in den Ruhestand. »Ich habe meinen Beruf als Berufung gesehen und die Kinder und ihre Familien in mein Herz geschlossen«, äußert sie rückblickend. Nach der Ausbildung zur Kinderpflegerin absolvierte sie berufsbegleitend bis 1985 die Ausbildung zur Erzieherin.

Von 1975 bis 1986 war sei zunächst in der Kita Rodheim der Ev. Kirchengemeinde Rodheim/Vetzberg beschäftigt. 1986 übernahm sie den von Pfarrfrau Hildegard Stuhl initiierten Spielkreis in Königsberg, der während der Amtszeit von Bürgermeister Helmut Bechlinger durch die Gemeindegremien auf Wunsch der Eltern offiziell zum Kindergarten wurde. Konny Blaschek betreute zusammen mit Renate Schwindt die Kinder. Der Kindergarten war von Anfang an zweigruppig. »Im Laufe der Jahre kam immer mehr Personal dazu, die Öffnungszeiten wurden erweitert und die Altersspanne wurde auf die unter Dreijährigen ausgedehnt«, erinnert sich Blaschek. 2013/14 drohte die Eingruppigkeit, die Kommune dachte an Schließung. Doch das Projekt »Familienzentrum«, das 2015 mit dem Landkreis Gießen in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Gießen gestartet wurde, bedeutete die Rettung. Hierfür engagierten sich besonders auch die beiden Väter Oliver Scherer und Sascha Lepper. Mit Erfolg, die Belegungszahlen stiegen. Die Kita-Leiterin freut sich, dass sich die Eltern bis heute stets engagieren. Aus dem Projekt heraus entstand 2014 der Förderverein Familienzentrum, der die Kita-Arbeit bis heute zusammen mit der Vereinsgemeinschaft Königsberg aktiv unterstützt. - 2015 erfolgte dann die offizielle Zertifizierung als Familienzentrum durch den Landkreis und es gab Wartelisten für die Aufnahme der Kinder. 2019 nahm die Königsberger Einrichtung erstmals am »Deutschen Kita-Preis« teil, fuhr nach Berlin zur Preisverleihung und kam unter die ersten zehn. Die Königsberger blieben am Ball. 2020 schafften sie es auf den zweiten Platz in der Kategorie »Lokales Bündnis für frühe Bildung«, der mit 10 000 Euro dotiert ist.

Zurzeit hat die Königsberger Kita insgesamt zwölf Mitarbeiter - die Kita-Leiterin, fünf Erzieherinnen, vier Praktikantinnen und Studenten sowie eine Hauswirtschafterin und eine Raumpflegerin. Die 31 Kinder sind in zwei altersübergreifenden Gruppen organisiert. Es wird mit dem »offenen Konzept« gearbeitet.

Die kommissarische Leitung wird ab dem 1. April Daniela Heinzelmann übernehmen. Blascheks Stelle ist ausgeschrieben und soll neu besetzt werden. »Ich war gerne in Königsberg. Es war eine erfüllte Zeit mit vielen positiven Erlebnissen und Ereignissen. Die zu Beginn meiner Arbeit fixierte Konzeption ist inhaltlich bis hin zur Integration heute auch in den einschlägigen Vorschriften enthalten«, blickt Blaschek zurück. Ihr Wunsch für die Zukunft: »Dass die Kita das Erreichte bewahrt und weiter entwickeln kann.«

Im Ruhestand will die Kita-Leiterin sich mehr Zeit für sich selbst und die Familie nehmen. Eine Abschiedsfeier wird es an ihrem letzten Arbeitstag am 30. März zwar nicht geben. Doch alle, die lange mit Kornelia Blaschek zusammengearbeitet haben, können sich von der Kita-Leiterin kurz verabschieden: von 11 bis 16 Uhr, unter Einhaltung der strengen Corona-Vorschriften und dem gebotenen Abstand, im Außenbereich der Königsberger Kita. FOTO: WS

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