Marius Keller mit der klassischen Konzertgitarre, mit der er den Titel geholt hat. FOTO: WS
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Marius Keller mit der klassischen Konzertgitarre, mit der er den Titel geholt hat. FOTO: WS

Meisterhaftes Gesellenstück

  • vonKlaus Waldschmidt
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Biebertal(ws). Große Freude bei Gitarrenbauer und Ausbilder Michel Brück in Königsberg: Marius Keller aus Biebertal-Rodheim hat nicht nur seine Ausbildung als "Zupfinstrumentenmacher" abgeschlossen. Der 27-jährige wurde dabei auch Bundessieger in seinem Ausbildungsberuf. Die Siegerurkunde des "Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin" wurde pandemiebedingt über den Postweg übermittelt, eine Siegerehrung soll jedoch noch via Live-Stream stattfinden.

Keller war bereits Landessieger des "Deutschen Handwerks in Hessen". Sein Gesellenstück ist eine "Klassische Konzertgitarre" nach dem Vorbild der historischen spanischen Konzertgitarre von Antonio de Torres. Dafür gab es eine Fertigungsvorgabe von 100 Stunden durch den Prüfungsausschuss. Die Gitarre besticht durch ihre Fichten- decke mit Schellackpolitur.

Seit 2017 absolvierte Keller die Zupfinstrumentenmacher-Ausbildung. "Das Material Holz begeistert mich", sagt er. In der Ausbildung hatte er die Klangeigenschaften der verschiedenen Hölzer kennengelernt. Dass er selbst Gitarre spielt, ist selbstverständlich.

"Das Arbeitsklima und die gute Betreuung in der kleinen Werkstatt mit einem freundschaftlichen Verhältnis zu meinem Chef hat diesen großen Erfolg mit ermöglicht", sagt er. Seinen Berufsschul-Blockunterricht absolvierte er in Mittenwald/Bayern.

"Marius Keller hat in den zwei Jahren eine tolle Entwicklung genommen und mit großer Liebe zum Detail sehr engagiert gearbeitet, Geschick und Präzision an den Tag gelegt sowie ein sehr gutes Gefühl für die Materialen und die Arbeitsweisen im Gitarrenbau entwickelt", lobt AusbilderBrück.

Im Schreiben des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks heißt es: "Keller hat in einer von der Pandemie geprägten Zeit seine berufliche Exzellenz und seine Leidenschaft für sein Handwerk unter Beweis gestellt. Als bester seines Berufes ist er persönliches Vorbild und Beispiel für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Handwerks."

Brück ist nicht nur stolz auf seinen Auszubildenden, sondern auch auf die Urkunde "Auszeichnung für Ausbildende", die ihm als Anerkennung für diese Ausbildungsleistung vom "Hessischen Handwerkstag" verliehen wurde.

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