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Das Insektenhotel.

Lernplatz am Ortsrand

  • VonKlaus Moos
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Biebertal (mo). Ein Lern- und Kommunikationsplatz wurde jetzt in Rodheim offiziell übergeben. Der ehemalige Turnerplatz liegt am Ortsausgang Richtung Krofdorf.

Lange Jahre dümpelte der Platz mit den alten Bäumen und der 1954 errichteten Trafostation - es war die dritte des Stromversorgungsgebietes Rodheim - vor sich hin. Schon 2007 war daran gedacht, das alte Trafohaus artgerecht für Fledermäuse umzubauen. Wegen der noch bestehenden Nutzung durch den Energieversorger konnte diese Idee nicht umgesetzt werden.

Inzwischen hat sich das erübrigt, und die historischen Turmstationen werden vielerorts von Vereinen oder Privatpersonen im Bereich Naturschutz, Tourismus oder Kultur genutzt. In Rodheim blieb Markus Schmidt, der Vorsitzende des NABU, dran und setzte sich für den Ausbau der Trafostation zu einem Artenschutzturm ein. Inge Mohr war es, die sich um die Zurverfügungstellung der notwendigen Zuschüsse bemühte. Es gelang, die Umweltlotterie mit ins Boot zu nehmen.

Massive Sitzgruppe

Die Historie des Trafohäuschens am Eingang dokumentiert. Das Trafohäuschen wurde saniert und umgestaltet. Schmidt berichtete vom Innenausbau und der äußeren Neugestaltung. Zu seinen Zuhörern gehörten Bürgermeisterin Patricia Ortmann, Ortsvorsteherin Angelika Götz, Mitglieder des Gemeindevorstandes und des Parlaments, Martin Evenius von der Sonnenstraße GmbH, Werkstattleiter Thomas Kompe, Schreinermeister Andreas Geller sowie Mitarbeiter der Einrichtung.

Dem Ausbau des Trafohäuschens, das von den Fledermäusen zaghaft angenommen wird, folgte der Ausbau des gesamten Turnerplatzes durch die Gemeinde. Ziel war die Gestaltung eines Lern- und Kommunikationsplatzes mit vielen Infotafeln zu Fledermäusen und Wildbienen. Dabei half die Holzwerkstatt der Evenius GmbH mit. Projektleiter war Thomas Kompe. In der Holzwerkstatt entstanden große Tafeln mit vielen Infos zu Fledermäusen und ihre Lebensweise als Säugetiere. Beschrieben wird auch die Nahrung der Fledermäuse.

Gebaut wurde auch eine massive Sitzgruppe, ein kleines Modell der Trafostation, ein Insekten-Hotel, das schon gut angenommen wird, eine Lößwand für Wildbienen, eine Trockenmauer und eine Kinderwippe am Rand des schön gestalteten Lern- und Kommunikationsplatzes. Hinzu kam noch eine Holzumrandung für drei Pflanzbeete, die der Ernährung von Schmetterlingen und Insekten dienen. Sie wurden mit von Christine Schwarzer von der Baumschule Engelhardt empfohlenen Pflanzen bestückt.

Markus Schmidt übergab gleich eine Urkunde »Fledermausfreundliches Haus« an Bürgermeisterin Patricia Ortmann. Sie wies darauf hin, dass 80 Prozent der Kosten vom Regionalbudget Gießener Land bereitgestellt worden seien.

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