+
Besuch in der Kita Königsberg (v. l.): Dagmar Schmidt, Bürgermeisterin Patricia Ortmann, Familienbeauftragte Anke Stahl und Kita-Leiterin Kornelia Blaschek. FOTO: KME

Der lange Weg zur Top-Qualität

  • schließen

Biebertal(kme). Das kleine Königsberg macht erneut bundesweit von sich reden. Denn die Kindertagesstätte der Gemeinde hat sich wieder um den Deutschen Kita-Preis beworben und zählt wie schon vor einem Jahr zu den Finalisten. Bereits zum zweiten Mal haben die engagierten Königsberger ihre Bewerbungsmappe in Berlin abgegeben.

Was das Besondere an der Einrichtung ist, das ließ sich jetzt die Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt (SPD) erklären. Es sei ein langer Weg gewesen, die Kita Königsberg auf die Qualität von heute zu bringen, berichtet Sascha Lepper, seit einigen Jahren engagierter Vorsitzender des Fördervereins der Kita.

Tür steht für alle Anliegen offen

Allein schon die Teilnahme am Wettbewerb und die Nominierung fürs Finale werden als Gewinn gesehen, sagt Lepper. Der Kita-Preis gebe die Chance, einen Blick über Hessen hinaus zu werfen und biete die Möglichkeit, von anderen Betreuungseinrichtungen zu lernen. So habe man bei den Workshops in Berlin einiges mitnehmen und auf dieses Wissen in der Gestaltung des Kita-Alltags aufbauen können, erläutert Lepper der Abgeordneten. Ein einfaches Beispiel sei das Anlegen eines Barfußpfades. Anstatt die Eltern den Pfad für die Kinder bauen zu lassen, hätten die Kinder geholfen und mitgestaltet - und so viel dabei gelernt.

Kornelia Blaschek, Leiterin der Einrichtung, erzählt begeistert von dem außergewöhnlichen Zusammenhalt der Kita-Familie: Das Besondere sei die gute Kooperation und die hohe Hilfsbereitschaft unter Eltern, Mitarbeitern, aber auch weiteren engagierten Bürgern. Die Erzieher seien offen für die Ideen der Eltern, und die Tür stehe für alle Anliegen offen.

Die Bundestagsabgeordnete Schmidt zeigte sich begeistert von der außergewöhnlichen Eigeninitiative des Kindergartens. Die Förderprogramme des Landes seien gut, allerdings bemängelt sie, dass ein direkter, einfacher und unbürokratischer Zugang notwendig sei. Außerdem müsse mehr Geld von den Ländern an die Kommunen gehen. Doch dafür müssten in Hessen seitens der Politik andere Schwerpunkte gesetzt werden.

Der Kita-Preis sei eine gute Förderung, denn das Preisgeld helfe nicht nur finanziell. "Die Auszeichnung schafft Vertrauen in der Elternschaft", bekräftigt Lepper.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare