Kindeswohl im Blick

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Biebertal(ws). Die Biebertaler Feuerwehr hat gemeinsam mit der Beratungsstelle gegen den sexuellen Missbrauch, "Wildwasser Gießen", die "Interventionspläne zum Schutz von Jungen und Mädchen vor Misshandlung, Vernachlässigung und sexueller Gewalt" aus dem Jahre 2011 aktualisiert und auf die eigenen Bedürfnisse der Feuerwehr umgestellt.

"Die Feuerwehr Biebertal hat damit eine Vorreiterrolle übernommen", sagte Gemeindebrandinspektor Marcel Hänsel in der Gemeindeverwaltung während der Vorstellung der Interventionspläne. Bürgermeisterin Patricia Ortmann dankte dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Daniel Weil, Gemeindejugendfeuerwehrwartin Christina Richter und Julia Birntaler von Wildwasser für die Überarbeitung.

Inzwischen haben die Jugendförderung des Landkreises Gießen und der Kreisfeuerwehrverband die Biebertaler Aktualisierung übernommen und einen internen und einen externen Interventionsplan herausgegeben. "Wichtig ist, dass alle, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt sind, für die Kindeswohlgefährdung sensibilisiert werden und einen Plan zur Hand haben. Bei der externen Kindeswohlgefährdung geht von einem fremden Dritten aus, bei der internen, wenn es jemand aus den eigenen Reihen wäre", erläuterte Richter.

Die Interventionspläne bieten einen konkreten Handlungsleitfaden von den Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung über die Information des Jugendwarts und des Gemeindejugendfeuerwehrwarts, der Feuerwehrleitung bis hin zur Gefährdungseinschätzung - auch mit einer erfahrenden Fachkraft - und des Planens weiterer Handlungsschritte.

Die Feuerwehr Biebertal wird im Februar nächsten Jahres eine Schulung der Wehrführung, der Jugendfeuerwehrwarte und der Mini-Feuerwehrwarte in Zusammenarbeit mit Wildwasser Gießen durchführen. Die Gemeinde Biebertal übernimmt die Kosten für die Erstellung der Interventionspläne und der Schulung.

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