Keine weiteren Vergabekriterien für Bauland

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
    schließen

Biebertal (so). Detaillierte Vergabekriterien für die kommenden Bauplätze in Fellingshausen wird es wohl nicht geben. Die Freien Wähler hatten dazu einen detaillierten Vorschlag ausgearbeitet, der darauf abzielt, vorrangig Biebertaler bei der Zuteilung der Grundstücke zu berücksichtigen - doch alle anderen Fraktionen lehnen dies ab.

Die Liste der Bauwilligen ist lang. Mehr als 200 Interessenten gibt es für voraussichtlich 50 Plätze im Westen von Fellingshausen. Der größere Teil der Bewerber ist aus Biebertal. Nach Vorstellungen der FW soll es ein Punktesystem geben: Einfließen sollen u.a. Familienstand, vorhandener Immobilienbesitz, ehrenamtliches Engagement - und eben, ob man Biebertaler ist oder enge Beziehungen in die Gemeinde hat. Wenn es absehbar in den kommenden fünf bis sechs Jahren kein weiteres neues Baugebiet gebe, dann sollte jetzt sichergestellt werden, dass vorrangig Biebertaler zum Zuge kommen, forderte Rainer Lizon (Freie Wähler).

In der Beratung im Sozialausschuss fielen seitens der Mehrheit die Stichworte Gerechtigkeit (Kathrin Gaidies, Grüne) und Vertrauensschutz (Wolfgang Lenz, SPD). Denn schließlich gebe es Bewerber, die schon lange auf einen Bauplatz warten, hieß es von SPD und Grünen. Wie erkläre man ihnen, dass sie jetzt doch nicht zum Zuge kommen sollen? »Biebertaler first« sei keine gute Idee, argumentierte auch Gregor Verhoff (CDU).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare