Initiatoren werben für Glasfaser

  • vonKlaus Waldschmidt
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Biebertal (ws). »Der schnelle Datenaustausch ist wichtig für das Gewerbe und die privaten Haushalte als Standortfaktor im ländlichen Raum«, sagt Bürgermeisterin Patricia Ortmann. Anlass war ein Ortstermin, bei dem es um schnelles Internet für Krumbach ging.

Treffpunkt war ein Verteilerkasten, bis zu dem bereits Glasfaser liegt. Dann schließt sich das veraltete Ortsnetz an. Neben Ortmann nahmen der Initiator Gerhard Oehler, Lorenz Keil von der Firma Goetel und das neue Ortsbeiratsmitglied und Mitinitiator Reiner Wack teil.

Für den Anschluss der Haushalte durch die Fachfirma sind 160 Anträge notwendig, um das Projekt zu realisieren. Bisher seien 20 Prozent eingegangen. »Wir sind sicher, dass die Quote für den Ausbau erreicht wird, auch durch die vielen Multiplikatoren vor Ort. Die Anträge sollten bis 31. Mai vorliegen«, sagte Oehler. Die Verbindung über Glasfaser bedeute auch eine Wertsteigerung für die jeweilige Immobilie, meinte die Bürgermeisterin.

Krumbach ist seither durch die Versorgung durch OR-Network (jetzt Goetel) mit dem Internet in dem sogenannten Vectoring-Verfahren schon ganz gut versorgt. Bis dies soweit war, hatten die Krumbacher im Jahr 2016 schon ein großes Stück Überzeugungsarbeit vor sich. Dies endete aber mit einem Erfolg. »Trotzdem haben wir immer noch das leidige Problem, dass die Anschlüsse bis in die Häuser über die teils bis zu 80 Jahre alten Telefonleitungen erfolgen.

Persönliches Anschreiben

Dies hat zur Folge, dass beim Telefonieren Störgeräusche und Unterbrechungen bis zum Abbruch des Telefonates entstehen«, berichtete der Initiator. Zudem seien in Ballungszeiten, gerade am Wochenende und abends, Leistungsabfälle beim Internet zu spüren.

Deshalb habe man mit der Firma Goetel verhandelt, um Glasfaser in jedes Haus verlegen zu können, berichtete Oehler, der sich mit seinem Team seit Langem für schnelles Internet einsetzt.

Ein persönliches Anschreiben an die Bürger wurde konzipiert und an die Haushalte verteilt. Je nach gebuchtem Tarif sei bei genügend Interesse »ein fast kostenfreier Ausbau mit Glasfaser bis in jedes Haus möglich«. Dazu habe bereits eine Online-Informations-Veranstaltung stattgefunden. Nun setzt Oehler darauf, dass viele Krumbacher diese Gelegenheit beim Schopf fassen und Anträge abgeben, umso schneller könnten dann die Bauarbeiten beauftragt werden.

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