Hoffen auf ein neues Museum

  • VonVolker Mattern
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Biebertal (m). Still war es im vergangenen und auch in diesem Jahr beim Verein für Archäologie im Gleiberger Land. Im Landgasthof »Zum Dünsberg« blickte Vorsitzender Arnold Czarski dennoch auf einige Aktivitäten zurück. Acht Kinder nutzen das Ferienspielangebot und waren Gäste im Museum »Keltenkeller«. Beim »Tag des offenen Denkmals« präsentierte man sich wieder mit einem Stand auf Hof Haina.

An 17 Sonntagen war das Museum geöffnet, zudem gab es Sonderöffnungen, und es fanden drei Führung am Dünsberg statt. Grabungen in dessen waren Fehlanzeige.

Zentrales Thema und immer noch ergebnisoffen ist das Feuerwehrhaus in Rodheim, was in absehbarer Zeit durch die Zentralisierung des neuen Feuerwehrstützpunktes seine bisherige Funktion verliert und dann leer steht. Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemeindeverwaltung und damit auch des »Keltenkellers«, der schon lange mit seinen zahlreichen Fundstücken aus allen Nähten Platz.

Seit Jahren ist der Vorstand des Archäologievereins bemüht um das alte Feuerwehrgerätehaus und würde es gerne als neues Museum nutzen. Dort hätte man ausreichend Platz. Noch sind die Verhandlungen mit der Gemeinde aber nicht abgeschlossen und die Tatsache, dass es noch Mitbewerber um die Nutzung gibt, macht die Sache nicht einfacher.

Besonderheit in der Region

Arnold Czarski ist Mitglied der Arbeitsgruppe »Tourismus« - einer der AGs, die sich mit unterschiedlichen Themenfelder um die Zukunftsentwicklung der Großgemeinde Gedanken macht und dabei auch eine qualitative Aufwertung durch die Tourismusförderung und touristische Angebote im Fokus hat. Das Keltenmuseum ist zweifelsohne eine Besonderheit in der Region. Die Mitglieder der Jahreshauptversammlung bestärkten die Verantwortlichen im Vorstand, hier unbedingt am Ball zu bleiben, um dem Museum eine neue Bleibe zu verschaffen. Die Aussichten stünden nicht schlecht, erklärte der Vorsitzende, der auch Museumsleiter ist. Schon mehrfach habe Landrätin Anita Schneider, die den »Keltenkeller« von Besuchen kennt«, ihre Unterstützung zugesagt. Tourismusförderung ist nämlich keine Insel mit Blick nur auf Biebertal, sondern ein Projekt des Landkreises Gießen und des Nachbarlandkreises Lahn-Dill, so Arnold Czarski.

Den Geschäftsbericht ergänzte Kassierer Dr. Rainer Sperling. Der Verein hat 145 Mitglieder, die alle mit Blick auf das nächste Jahr aufgefordert sind, Ideen zu sammeln und mitzumachen, denn 2022 heißt es landesweit »Hessen - Keltenland«. Der Verein ist da gefordert, einen, oder verschiedene Beiträge zu leisten. Im März soll es losgehen, bis in den Dezember hinein. Bürgermeisterin Patricia Ortmann habe sich auch schon eingebracht, berichtete der Vorsitzende und könne sich vorstellen, ein Keltenfest im kleinen Rahmen zu veranstalten. Derzeit werden Ideen und Vorschläge gesammelt, etwa wie das Anbieten von Führungen und Vorträge der Archäologin, Dr. Regine Müller, die auch Vorstandsmitglied ist.

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