Heimische Wildtiere und Tierbilder von Georg Baumhakl

Biebertal (ws). Mit der Ausstellung "Präparierte heimische Wildtiere und Tierbilder von Georg Baumhakl" möchte der Heimatverein Rodheim-Bieber besonders Kindern und jungen Menschen die Vielfalt der heimischen Tierwelt näher bringen und sie animieren, sich für deren Erhalt einzusetzen.

Die Älteren sollen an die vielfältige Tierwelt ihrer Heimat erinnert werden, dass es sich lohnt, sich nicht nur für den Fortbestand der Tierwelt in Afrika einzusetzen, sondern auch für die Tiere vor der eigenen Haustür. Das sagte der Vorsitzende des Heimatvereins Rodheim-Bieber, Helmut Failing zur Eröffnung der Ausstellung im Heimatmuseum Rodheim-Bieber.

Die Ausstellung ist bis zum 9. April jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Sondertermine können unter Tel. 0 64 09/92 15 vereinbart werden – Helmut Failing konnte zur Eröffnung über 50 Besucher begrüßen.

Gleich an der Eingangstür grüßt die Besucher ein stattliches Wildschwein. Blickfang der Ausstellung sind die Vitrinen in der Raummitte mit Rebhuhn, Schleiereule, Grünspecht, Uhu, Gänsesäger, Wiesel und Eisvogel. Gezeigt werden zudem 19 Bilder des europaweit bekannten Heuchelheimer Tiermalers Georg Baumhakl. Seine faszinierenden Bilder mit großer Ausstrahlung zeigen Tiere in ihrem natürlichen Bewegungsablauf, wie z.B. Fuchs, Luchs und Auerhahn und Wildschweinen. Die Bilder von Georg Baumhakl in Öl, Pastell und Aquarell bestechen nicht nur durch ihre Dreidimensionalität, Detailtreue und Dynamik, sondern auch der Leidenschaft, die jedem Gemälde anhaftet.

Baumhakl war Schüler des Porträt- und Landschaftsmalers Georg Demetriades und des weltbekannten Tiermalers Prof. Manfred Schatz aus Düsseldorf. Freundlicherweise stellten der Vorsitzende des Jagdvereins "Hubertus", Dieter Mackenrodt, der ehemalige Biebertaler Förster Peter Moos, die Jäger Jürgen John, Ingo Pfaff, sowie Adolf Gareis Tierexponate für die Ausstellung zur Verfügung, ebenso Tierpräparator Thilo zu Löwen aus Trais-Münzenberg. "Den Kontakt zu dem europaweit bekannten Heuchelheimer Tiermaler Georg Baumhakl vermittelte Prof. Hans-Joachim Weimann. – "Als der Mensch die Raubtiere wie Wolf, Luchs, Bär in unserer Heimat ausgerottet hatte, stellte er sehr schnell fest, dass sich jetzt bestimmte Tiere zu stark vermehrten, da ihre natürlichen Feinde fehlten. Auch das Ansiedeln von Tieren aus fremden Kontinenten, wie z. B. des Waschbärs aus Amerika, brachte und bringt das natürliche Gleichgewicht durcheinander. Den stärksten Einfluss nahm aber der Mensch durch die Zersiedelung der Landschaft und die intensive Landwirtschaft vor", so Failing weiter.

Der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung, Dieter Mackenrodt aus Königsberg, führte aus: "Der Jagdverein Hubertus Gießen und ich privat haben die Ausstellung sehr gerne unterstützt. Ich hoffe, dass viele Kinder und Schulklassen diese Ausstellung besuchen. Denn man schützt nur das, was man kennt." – Vorsitzender Helmut Failing dankte allen, die zum Gelingen der Ausstellung beitrugen, vor allem aber auch Klaus Schmidt, der den Aufbau unterstützte, den Jagdhornbläsern sowie Ingo Pfaff aus Bieber, der einen Wildwurst-Imbiss gestiftet hatte.

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