Gemeinsam stärker

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Ein Autofahrer übersieht einen Radfahrer und überrollt ihn – dann flüchtet er von der Unfallstelle, bevor ein Schulbus von hinten auf den Wagen auffährt: Das war die Ausgangslage für eine gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Frankenbach und Erda.

Ein Autofahrer übersieht einen Radfahrer und überrollt ihn – dann flüchtet er von der Unfallstelle, bevor ein Schulbus von hinten auf den Wagen auffährt: Das war die Ausgangslage für eine gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Frankenbach und Erda.

Grund für die Übung war die zwei Kilometer lange und stark befahrene Landstraße zwischen Frankenbach und Erda mit viel Wald. Verkehrsunfälle sind zwischen den beiden Orten keine Seltenheit. Dies ist kein Problem für die Feuerwehren. Doch da Frankenbach zum Kreis Gießen gehört und Erda zum Lahn-Dill-Kreis, kommt es immer wieder vor, dass entweder die Feuerwehren aus Hohenahr oder die aus Biebertal alarmiert werden, auch wenn die Anfahrt der Kräfte aus dem anderen Ort erheblich länger ist. Bei Rettungsdiensten und der Polizei gibt es in dieser Frage hingegen kein derartiges Problem: Hier zählt schlicht der schnellste Weg zum Einsatz. Um die Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren zu fördern, hatten die Wehrführer Klaus Kessler aus Frankenbach und Christian Keiner aus Erda das realitätsnahe Übungsszenario gemeinsam vorbereitet.

Die Feuerwehr aus Frankenbach übernahm während der Übung die Rettung der Insassen im Schulbus, die Kräfte aus Erda kümmerten sich um den – im Rahmen der Simulation – verunglückten Radfahrer. In kürzester Zeit befreiten die Teilnehmer der Übung die Person unter dem Auto und versorgten die Verletzten im Bus, deren Rolle Angehörige der Jugendfeuerwehr Frankenbach übernahmen.

Nach der Übung zeigten sich die Führungskräfte zufrieden mit dem Ablauf, sie hoben vor allem die Ruhe und die klare Kommunikation an der Einsatzstelle hervor. Im Rahmen einer zweiten Übung wurden die Einsatzabteilungen gemischt, die Kräfte befreiten dann unter Führung von Kessler und dem Erdaer Zugführer Bernd Dörr eine eingeschlossene Person aus einem Auto. Im Rahmen der Öffnung des Fahrzeugs vertieften die Einsatzkräfte ihre Erfahrung an Rettungsschere und Rettungsspreizer.

Nach der gemeinsamen Übung traf man sich im Feuerwehrhaus in Frankenbach bei Bratwürsten und Kaltgetränken zu kameradschaftlichen Gesprächen. Die Einsatzleitung um Wehrführer Klaus Kessler (Frankenbach) und Wehrführer Christian Keiner (Erda) dankten dem Busunternehmen Weber aus Frankenbach, das einen Bus samt Fahrer für die Übung bereitgestellt hatte, den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Frankenbach und allen Beteiligen für die grenzübergreifende Zusammenarbeit während der Übung.

Eine weitere gemeinsame Übung ist bereits in Planung. "Nur gemeinsam sind wir stark", erklärten die Wehrführer Kessler und Keiner am Ende.

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