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Gemeindepädagoge im Amt

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Von: Klaus Waldschmidt

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Heidi Mank, Daniel Schweizer und Andreas Specht mit dem Gemeindepädagogen Christian Kammler (v. l.). © Klaus Waldschmidt

Biebertal (ws). Der Kirchturm mit seinem goldenen Hahn glänzte in der Morgensonne vor tiefblauem Himmel, als der stellvertretende Dekan des evangelischen Dekanats Gießen, Andreas Specht, den Gemeindepädagogen Christian Kammler offiziell in sein Amt im Dekanat Gießen und den Biebertaler Gemeinden einführte.

»Morning has broken« war dann auch das erste Lied, das auf der Familienwiese vor der Kulisse der altehrwürdigen Frankenbacher Kirche und des Gemeindehauses erklang. Die Einführung erfolgte im Rahmen des Gottesdienstes, in dem auch die von den Biebertaler Konfirmanden kreierten Kunstwerke, Texte und Collagen im Gemeindehaus der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Pfarrer Daniel Schweizer hieß die gut 70 Gottesdienstbesucher, darunter zahlreiche Eltern, Verwandte und Paten der Konfirmanden, willkommen.

Inhaltlich provokant erklang vor der Predigt der Song »Kummer - Der letzte Song (Alles wird gut)« von Lyrics, in dem es im Refrain heißt: »Alles wird gut. Die Menschen sind schlecht und die Welt ist am Arsch. Aber alles wird gut. Das System ist defekt, die Gesellschaft versagt. Aber alles wird gut. Dein Leben liegt in Scherben und das Haus steht in Flamm’n. Aber alles wird gut. Fühlt sich nicht danach an, aber alles wird gut.«

Pfarrer Schweizer nahm die Aussage »alles wird gut« in seiner Predigt auf: »Die Emmausgeschichte ist eine biblische Geschichte, wie sie im Buche steht. Jesus war tot, alles war aus. Als die Jünger auf dem Weg nach Emmaus Jesus nach seiner Auferstehung erkennen, als er mit ihnen auf dem Weg ist, wird alles gut. Mehr Ostern geht nicht«, sagte Schweizer.

Starke Inhalte

Christian Kammler begleitete dann das gemeinsam gesungene Lied »Danke Gott« auf der Gitarre. Danach führte der stellvertretende Dekan ihn in sein Amt als Gemeindepädagogen ein, beauftragte und segnete ihn für seinen Dienst. Dabei assistierten Pfarrer Schweizer und Heidi Mank (Krumbach).

»Es ist nicht alles so glatt gelaufen. Sie mussten die Auflagen aus Darmstadt erfüllen, Corona kam dazwischen und auch ein Pfarrer für die Einarbeitung musste gefunden werden«, sagte Specht. Vieles sei aber gut geworden. »Sie haben in Krumbach im Pfarrhaus ein schönes Zuhause für ihre gewachsene Familie gefunden und zusätzlich ihre Ausbildung als Diakon abgelegt und auch ein gutes Team für ihre Arbeit gefunden«, so Specht. Symbolisch für die vielen »Engel«, darunter auch Kammlers Gattin, die ihn auf seinem Weg begleiteten, überreichte Specht einen aus Holz gearbeiteten Engel.

Mit Gebet und Segen klang der Gottesdienst unter freiem Himmel aus. Die Kollekte war passend zur Beauftragung von Kammler für die Kinder- und Jugendarbeit bestimmt. Im Anschluss war für die Gottesdienstbesucher Gelegenheit, die Kunstausstellung mit den Objekten, die die Konfirmandinnen und Konfirmanden kreiert hatten, im Gemeindehaus zu bewundern und die starken Inhalte der Texte auf sich wirken zu lassen.

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