Weg frei für den nächsten Schritt

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Biebertal (so). Endlich kann mit den Planungen für den Neubau von Bauhof und Feuerwehrstützpunkt nahe der Sporthalle in Rodheim-Bieber ein weiterer Schritt gegangen werden. Die Gemeindevertretung hat den Weg dafür frei gemacht, jetzt an eine Entwurfsplanung zu gehen. Dazu werden zusätzlich 450 000 Euro bereitgestellt.

Denn auch nachdem in den vergangenen Monaten seitens der Politik, der Verwaltung und des Büros k-plan nochmals intensiv nach Einsparpotenzialen gesucht wurde, liegen die geschätzten Baukosten noch immer bei 9,75 Millionen Euro. Die Freien Wähler hatten jedoch im Frühjahr, als die Schätzungen bei 10,8 Millionen lagen, einen Kostendeckel von 9,3 Millionen Euro durchgesetzt. Damit war aber eine weitere Planungen vorerst einmal blockiert; es kam zu mehreren Monaten der Verzögerung. Erst mit dem Beschluss der Gemeindevertretung vom Freitag, etwas Geld draufzulegen, kann weitergeplant werden. Eben um in der nächsten Phase von einer Kostenschätzung zu einer Kostenberechnung zu kommen. Trotz allen Sparens liege man noch immer 450 000 über dem Budget. Und das, obwohl man bereits über die Schmerzgrenze hinausgegangen sei, zitierte Bürgermeisterin Patricia Ortmann den von dem Büro beauftragten Planer.

Ampel statt Kreisel an der Zufahrt

Sprecher der Koalition verteidigten die Kostendeckelung: Hier habe die Koa "ihren Gestaltungswillen durchgesetzt, um sich nicht später mit dem Vorwurf konfrontiert zu sehen, man sei verantwortungslos mit dem Geld der Bürger umgegangen", argumentiert CDU-Fraktionsschef Thorsten Cramer. FW-Fraktionsvorsitzende Inge Mohr hofft, dass sich in der kommenden Planungsphase weitere Einsparungen finden - die ersten Schätzungen seien eindeutig zu hoch gewesen.

Der neue Bauhof und die Feuerwehr neben der Großsporthalle Biebertal haben ihre Zufahrt und Ausfahrt auf die Fellingshäuser Straße in Höhe der-Elsa-Brandström-Straße. Um mehr Sicherheit für Fußgänger zu schaffen, soll dort eine Querungshilfe plus Ampel entstehen. Das hat die Gemeindevertretung mit großer Mehrheit beschlossen. Verworfen wurden die alternativen Überlegungen, dort einen Kreisel zu bauen oder die Straße zu verschwenken. Vier Varianten hatten auf dem Tisch gelegen. Einzig die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Inge Mohr, votierte für die teuerste aller Varianten, einen Kreisel in der Größenordnung von rund 500 000 Euro. Dies sei die Ideallösung, warb sie. Bei einer Ampel, so befürchtet Mohr, gebe es mehr Verkehrslärm und höhere Emissionen. Zudem beklagt die Freie Wählerin, dass die Folgekosten einer Ampel (Betrieb und Wartung) nicht mit einkalkuliert worden seien.

Die SPD favorisiert jedoch eine Ampel für die Fußgänger als sicherste Lösung. Eine Auffassung, der sich 23 Gemeindevertreter aller Fraktionen anschlossen. Es gab lediglich zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung aus den Reihen der Freien Wähler.

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