Ein originelles Motiv: Engel am Eisenbahnwagen nahe der Schmitte. REPROFOTO: MO
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Ein originelles Motiv: Engel am Eisenbahnwagen nahe der Schmitte. REPROFOTO: MO

Ein Fotobuch zum Fest der Feste

  • vonKlaus Moos
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Biebertal(mo). Bemerkenswert, wie kreativ Gemeinden, Vereine und Organisationen geworden sind, damit Weihnachten in diesem Jahr trotz Corona nicht "ausfallen" musste. In Rodheim hatte Pfarrer Claus Becker eine besondere Idee, die er zusammen mit Pfarrerin Christin Neugeborn und weiteren Helferinnen umsetzte: "Wir gestalten ein Foto-Krippenspielbuch, das an Weihnachten ausgeteilt wird - als Ersatz für die nicht durchführbaren Krippenspiele."

Einem entsprechenden Aufruf der Kirchengemeinde folgten viele Eltern und Kinder; sie ließen sich auf Weihnachten und das Geschehen um die Geburt Jesu ein. Auftakt war schon im Oktober: Engel, Hirten, Schafe, ein Kaiser, weise Menschen aus der Ferne bevölkerten die Straßen in Bieber, Rodheim und Vetzberg. Ein seltsames Paar wurde vor den Gaststätten der Dörfer gesehen - mit und ohne Esel.

Rund 300 Bilder sind entstanden

In Nicht-Corona-Zeiten wurde die Botschaft von der Geburt Jesu meist durch Kinder in traditionellen oder beziehungsreichen Krippenspielen in den Gottesdiensten zu Weihnachten in Rodheim, anderen Gemeinden, auch in der Tagespflegeeinrichtung und im Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt nachgestellt und vermittelt. All das war 2020 nicht möglich. Um so wertvoller die Fotobuch-Aktion.

Um die 300 Bilder wurden erstellt und für das Fotobuch zur Verfügung gestellt. Die Motive waren vielfältig: Kinder in Engelskostümen, als Weise aus dem Morgenland, als Hirten, Maria und Josef, bei Eis Da Toni, vor dem Eisenbahnwagen nahe der Schmitte, im Schweizer Haus im Gailschen Park, vor Gaststätten, Ämtern, Schulen, in Läden, Kindergärten und vielen anderen Orten. Die Auswahl fiel schwer. 98 der Bilder finden sich im Foto-Krippenspielbuch wieder. Pfarrerin Christin Neugeborn übernahm das Konzept für das Druckwerk.

Die Bilder sind eingebunden in ein Vorwort, die biblische Weihnachtsgeschichte, in Weihnachtslieder, Gebete sowie Hinweise zu den Bildern und Weihnachtsgedanken. Ergänzungen gibt es per QR-Code. Ursprünglich war geplant, das Fotobuch in Schulen und Kitas rechtzeitig vor Weihnachten weiterzugeben. Nun aber kam es einen Tag vor Heiligabend aus der Druckerei an und musste in den Kirchengemeinden noch an Familien mit Kindern bis zwölf Jahren verteilt werden. Die Mitarbeiter der Diakoniestation geben bei ihren Besuchen das Fotobuch weiter. Bezahlt wurde das 40-seitige Foto- und Druckwerk von den Kirchengemeinden, auch über Spenden und finanzielle Mithilfe des Dekanates.

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