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Im Norden von Rodheim wird am neuen Bauhof plus Feuerwehrstützpunkt gearbeitet. Im Hintergrund der Dünsberg und Fellingshausen.

Es bleibt bei Holz

  • Rüdiger Soßdorf
    VonRüdiger Soßdorf
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Biebertal (so). Auch wenn der Holzpreis steigt, weil die Ware aufgrund erhöhter Nachfrage knapper wird - der neue Feuerwehrstützpunkt in Rodheim-Bieber soll wie geplant eine Holzfassade erhalten. Denn ein Ändern der Ausführungsplanung käme womöglich noch teurer. Das hat eine Anfrage der Freien Wähler ans Rathaus ergeben.

Bürgermeisterin Patricia Ortmann hat gegenüber den Gemeindevertretern in der vergangenen Woche bestätigt, dass Alternativen zur Holzfassade geprüft wurden. Aber eine Ausführungsänderung zum jetzigen Zeitpunkt würde Plan-Änderungen von vielen Details und an Schnittpunkten zu bereits ausgeschriebenen anderen Gewerken nach sich ziehen. Dies würde nicht absehbare Mehrkosten bei Planung und Ausführung und womöglich Verzögerungen in der Bauzeit verursachen.

Gegen ein Ändern spricht laut Ortmann zudem, dass in den vergangenen zwei Monaten auch die Preise für Dämmstoffe, Metall und Kunststoffe exorbitant gestiegen sind. Geprüft wird allerdings, ob es Sinn macht, die Ausschreibung der Holzfassade zu verschieben, ohne den Bauablauf zu gefährden.

Auch bei manchen anderen Gewerken ist’s zuletzt etwas teurer geworden. So kommt die Dachabdichtung mit rund 850 000 Euro um fast ein Drittel (32,3 Prozent) teurer als zuerst geschätzt. Und auch die Sanitärtechnik liegt um knapp 23 Prozent über den angesetzten Schätzkosten. Hier werden jetzt 364 000 Euro aufgerufen. Für die Baukosten wird mit rund 8,5 Millionen Euro kalkuliert. Anderes wiederum ist günstiger angeboten worden als geplant. Unterm Strich liegen die Mehrkosten noch bei überschaubaren 156 000 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 1,85 Prozent.

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