Der Heimatverein Rodheim-Bieber informiert über den neuen Personenwagen auf dem Bieberlies-Erinnerungsareal. FOTO: WS
+
Der Heimatverein Rodheim-Bieber informiert über den neuen Personenwagen auf dem Bieberlies-Erinnerungsareal. FOTO: WS

Als die Eisenbahnfahrt noch ein besonderes Erlebnis war

  • vonKlaus Waldschmidt
    schließen

Biebertal(ws). Wer vor dem Personenwagen auf dem Bieberlies-Erinnerungsareal bei Hof Schmitte die Augen schloss und den alten Verlauf der Trasse visualisierte, konnte das Einfahren des Zuges in den alten Bahnhof an der Gießener Straße mit Bimmeln, Pfeifen, Keuchen und Schnauben und quietschenden Bremsen gedanklich nachempfinden. Möglich gemacht hat das die "Vollendung" des Erinnerungsareals durch den Heimatverein Rodheim-Bieber, der drei Jahre nach einem passenden Wagen gesucht hatte. Zur Informationsveranstaltung des Heimvereins mit Besichtigung waren über 40 Bieberliesfreunde gekommen.

"Ich bin als Bub mit meiner Mutter mit der Bieberlies nach Gießen gefahren, das war ein besonderes Erlebnis", erinnerte Heimatvereinsvorsitzender Helmut Failing. Franz Gareis lief mit Mitschülern von Fellingshausen nach Rodheim und fuhr viele Jahre mit der Bieberlies nach Gießen bis zum Oswaldsgarten, um das Realgymnasium zu besuchen. "Da wurde den Schaffnern auch schon mal ein Streich gespielt. Bei der ›Lies‹ konnte man sich nicht lange aufhalten, dann hatte man Ruß in den Augen", sagte er.

In den letzten Wochen kamen zahlreiche Bieberliesfreunde, um den Wagen in Augenschein zu nehmen. Sie freuten sich, dass das Areal vor der Kulisse von Hof Schmitte nun vollständig ist und so die Erinnerung an die Kleinbahn in den Herzen der Menschen weiterlebt.

Wolfgang Richter aus Beuern, der mit seiner Frau ein "privates Eisenbahnmuseum" betreibt, hatte schon 2016 das Andreaskreuz und die Pfeiftafel an den Schienen beigestellt. Er will nun weitere Exponate für die Ausgestaltung des Wagens leihweise zur Verfügung stellen".

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare