Einen der stärksten Lernprozesse bietet die konkrete Erfahrung

Biebertal (ws). Im Grünen Saal des Schulkomplexes der Grundschule Biebertal in Rodheim fand jetzt für die Grundschüler ein erlebnispädagogischer Workshop statt. Ziel war, das Sozialverhalten zu verbessern und Aggressionen abzubauen. Die Leitung hatte Anti-Gewalttrainer Corvin Hauch übernommen. "Das Bedürfnis von Kindern und Jugendlichen nach Erlebnis (Wagnis, Abenteuer, Gemeinschaft) scheint in etwa gleichem Maße zu wachsen wie Erlebnis- und Erfahrungsräume durch das moderne Leben eingeengt werden oder sogar verschwinden", erläuterte Corvin Hauch. Die empirische Lernforschung besagt, das rein kognitive Eindrücke im Vergleich zu emotionalen Eindrücken schnell vergehen.

Biebertal (ws). Im Grünen Saal des Schulkomplexes der Grundschule Biebertal in Rodheim fand jetzt für die Grundschüler ein erlebnispädagogischer Workshop statt. Ziel war, das Sozialverhalten zu verbessern und Aggressionen abzubauen. Die Leitung hatte Anti-Gewalttrainer Corvin Hauch übernommen. "Das Bedürfnis von Kindern und Jugendlichen nach Erlebnis (Wagnis, Abenteuer, Gemeinschaft) scheint in etwa gleichem Maße zu wachsen wie Erlebnis- und Erfahrungsräume durch das moderne Leben eingeengt werden oder sogar verschwinden", erläuterte Corvin Hauch. Die empirische Lernforschung besagt, das rein kognitive Eindrücke im Vergleich zu emotionalen Eindrücken schnell vergehen.

Die Verinnerlichung von auditiven Informationen liegt bei ca. 20 Prozent und die von visuellen Informationen bei etwa 30 Prozent. Demgegenüber kommt es bei 80 bis 90 Prozent zu einer Verinnerlichung, wenn Informationen durch Eigentätigkeit und praktischem Handeln erworben werden. In der Erlebnispädagogik wird das Sozialverhalten gezielt gestärkt und die Kommunikationsstruktur innerhalb einer Gruppe verbessert.

Aggressives und gewaltbetontes Verhalten entsteht nicht durch einen Mangel an Lernen, sondern es wird durch einen Lernprozess systematisch hervorgerufen. Lernen am Modell, Lernen durch Verstärkung oder Nachahmung sind hier wesentliche Stichworte. "Aggressive Menschen müssen also lernen, ihre Probleme anders als mit Gewalt zu lösen", erläuterte Corvin Hauch weiter.

Einer der stärksten Lernprozesse ist die Erfahrung. Daher ist das Trainingskonzept des Workshops auf konkreten Erfahrungen aufgebaut. Im Training wurden Erfahrungen meist in körperlicher Weise erlebt. In der asiatischen Philosophie lehrt der Körper etwas dem Geist. Diese Lehren werden dann kognitiv verarbeitet und reflektiert, damit der Geist sie verstehen kann.

Zu den wesentlichen Lernzielen des Workshops gehörten: Die Stabilisierung des Selbstbewusstseins durch Erfahrung eigener Kompetenz, der Abbau von sich aufstauenden Aggressionen, die Verbesserung der Selbstwahrnehmung, die Steigerung der Körperbeherrschung, Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, das Erlernen von gewaltfreien Problemlösungsstrategien, die Ausbildung einer partnerschaftlichen Gruppendynamik, die Ermöglichung von Momenten der Ruhe durch Meditation, die Verbesserung der Kommunikationsstrukturen und der Abbau von Vorurteilen.

Schulleiterin Solveig Vischer, deren Klasse 2 b teilnahm, dankte Corvin Hauch und Kid-Kune-Do-Lehrer Adriano Lavorato, der einen erlebnispädagogischen Workshop durchführte, der bei den Kindern gut ankam und das Interesse der Schüler fand.

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