Die Künstler Bernd Goecke und Kornelia Wack-Wattenbach (r.), hier zusammen mit Brigitte Heer-Dudenhöfer (l.), stellen im Heimatmuseum Biebertal-Rodheim aus. FOTO: WS
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Die Künstler Bernd Goecke und Kornelia Wack-Wattenbach (r.), hier zusammen mit Brigitte Heer-Dudenhöfer (l.), stellen im Heimatmuseum Biebertal-Rodheim aus. FOTO: WS

Eindrücke einer unsicheren Zukunft

  • vonKlaus Waldschmidt
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Biebertal(ws). Farblicher Glanz und inhaltliche Vielfalt bietet die 60. Sonderausstellung des Heimatverein Rodheim-Bieber. Sie zeigt im Heimatmuseum 44 Exponate der Bieberer Künstler Bernd Goecke und Kornelia Wack-Wattenbach. Vorsitzender Helmut Failing begrüßte die Besucher zur Vernissage.

Goecke zeigt 18, Wack-Wattenbach 26 groß- und kleinflächige Gemälde. "Beide Künstler haben in ihre naturalistischen Bilder abstrakte Züge einfließen lassen", sagte Brigitte Heer-Dudenhöfer von der Biebertaler Kulturinitiative. Wack-Wattenbach lasse die "Blumenbilder fließen". Goecke zeige Menschen, die ihre Heimat verlassen haben und voller Hoffnung eine neue suchen. Durch das nicht klare Absetzen der Farben entstehe der Eindruck einer unsicheren Zukunft.

Wack-Wattenbach ist in Bieber aufgewachsen. Sie begann 2005 mit der Malerei, besuchte Kurse bei lokalen Künstlern wie Josef Krahforst. Das berufsbegleitende Studium schloss sie 2015 mit dem Diplom ab. Ihre bevorzugte Technik ist die Acrylmalerei. Zeichnerische Elemente und verschiedene Materialen werden wechselnd miteinbezogen.

Goecke war berufsbedingt nach Gießen gekommen und später nach Bieber gezogen. Er hat Kartografie und Geografie studiert. Nebenher absolvierte er eine künstlerische Ausbildung in privaten Ateliers, Werkstätten, Volkshochschulen und als Gasthörer an der Hochschule. Sein Schwerpunkt liegt bei großen Acryl- und Ölbildern. "Ich stelle keine Heimatbilder im klassischen Sinne aus. Meine kritischen Bilder sollen zum Nachdenken anregen, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Mein Thema ist auch der Klimawandel", sagte Goecke. Dass diese Bilder nun im Heimatmuseum hängen, bildet einen interessanten Kontext.

Die Ausstellung ist bis zum

26. April sonntags von 15 bis

17 Uhr im Heimatmuseum

Rodheim, Gießener Str. 23,

geöffnet.

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