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Der Dünsberg-Gipfel muss zu Fuß oder mit dem Rad angesteuert werden. FOTO: ARCHIV

Dünsberg

Der Weg zum Dünsberg-Gipfel bleibt gesperrt

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Die Sanierung des Fahrwegs vom Parkplatz am Krumbacher Kreuz zum Gipfel des Dünsbergs läuft langsam an. Zeitplan und Kosten stehen noch nicht fest.

Biebertal - Seit Juni 2019 ist der Fahrweg vom Parkplatz am Krumbacher Kreuz zum Gipfel des Dünsbergs gesperrt - und das wird in den kommenden Monaten auch so bleiben. Denn mit der Instandsetzung geht es nicht so zügig voran wie erhofft. Es ist noch unklar, wann der Fahrweg wieder in einen sicheren Zustand versetzt sein wird. Seit Jahren brechen Fahrbahnränder weg, es gibt Ausspülungen.

"Ich würde ungern noch einmal den Pfingstgottesdienst auf dem Dünsberg absagen wollen", erinnerte Bürgermeisterin Patricia Ortmann in der Gemeindevertretung Biebertal am Dienstag an den vergangenen Frühsommer. Da hatte sie aus Sicherheitsgründen untersagt, dass Shuttle-Busse auf den Gipfel fahren. Zu groß die Gefahr, dass eines der Gefährte an bröckelnden Straßenrändern weg- und dann einen Hang hinabrutschte. Ortmann machte deutlich: "Die Verkehrssicherungspflicht geht vor!"

Dünsberg: Der Weg wird immer schlechter

Seit Jahren wird der Zustand der Straße immer schlechter - auch, wenn da nur wenige Fahrzeuge unterwegs sind: der Wirt der Gipfel-Raststätte, seine Mitarbeiter und Lieferanten, Techniker, die den Funkturm betreuen, Forstwirte.

Die Freien Wähler hatten im vergangenen Jahr Druck gemacht, hatten dafür geworben, dass die Arbeiten nach Möglichkeit noch im Herbst 2019 beginnen. Doch so schnell ging es eben nicht. Noch immer wird verhandelt, wer welchen Anteil an der Finanzierung übernimmt - und selbst die Kosten stehen noch nicht ganz genau fest. Die drei Verfahrensbeteiligten, die sich da auseinanderzusetzen haben, sind zum einen die Gemeinde, zum anderen die Forstverwaltung und zum dritten die Deutsche Funkturm AG, die den Turm betreibt.

Mittlerweile wurde bereits detailliert festgelegt, wo eine Hangsicherung nötig sei, erläuterte die Bürgermeisterin auf anfrage von Thorsten Cramer (CDU). Ebenso werde geschaut, wo Absturzsicherungen zu installieren seien. Die defekten Schutzplanken sollen jetzt teilweise demontiert werden. Laut Ortmann ist an diesen Stellen als neuer Fahrbahnabschluss an ein doppeltes Stahlseil gedacht.

Parallel dazu werde derzeit mit HessenForst abgestimmt, welche Wegeabschnitte neu zu asphaltieren seien. Sobald dies entschieden sei, sollen die Arbeiten ausgeschrieben und umgesetzt werden, sagte Ortmann. Klar ist für sie auch: Die bislang eher ungehinderte Zufahrt, die nur durch ein Schild untersagt sei, solle künftig mit einer Schranke eindeutig geregelt werden.

Was die Kosten betrifft, so will die Bürgermeisterin noch keine Prognose wagen. Deutlich sechsstellig wird es auf jeden Fall. Derzeit wird von der Verwaltung geklärt, ob und in welcher Höhe Zuschüsse für den Wirtschaftsweg zu generieren wären. Eine Zusage gibt es bereits: Der Dünsbergverein will sich mit 20 000 Euro an den Kosten beteiligen.

Der knapp 500 Meter hohe Berg im Gleiberger Land lockt jährlich schätzungsweise 70 000 Besucher an.

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