Am 24. und 25. August in Fellingshausen

Dorfgemeinschaft lädt zum 15. Brunnenfest ein

  • schließen

Biebertal (m). Viel besungen, viel beschrieben und viel bedichtet - der Brunnen, vor allem ein Symbol als Quelle lebenspendenden Wassers und Kommunikationstreff. Der Brunnen spielt auch bei den "Füchsen" in Fellingshausen nach wie vor eine besondere Rolle und zwar alle zwei Jahre, wenn die Dorf- und Vereinsgemeinschaft zum Brunnenfest einlädt. Dieses Jahr ist es bereits das 15. Neben der Kirche und der Linde ist auch das Backhaus Teil des historischen Ensembles, wo sich am 24. und 25. August nicht nur die Fellingshäuser treffen, um gemeinsam zu feiern.

Kreativität, Weitblick und der Geist anzupacken, waren es, die am 12. Juni 1988 zum ersten Brunnen- und Backhausfest führten. Zwei Jahre zuvor litt die alte Dorflinde unter einem trockenen Sommer. Freiwillige Helfer vergrößerten die Baumscheibe, um mehr wasserdurchlässigen Boden zu bekommen. Beim Abtragen der befestigten Fläche kam der alte Brunnendeckel zum Vorschein und man stellte fest, dass der Brunnen Wasser hatte. Warum es ungenutzt lassen, sagte man sich damals und rettete so den kränkelnden Lindenbaum. Auf Dauer ging dies allerdings nur durch den Aufbau einer funktionierenden Brunnenanlage. 1987 war es soweit: Unter Anteilnahme der Bevölkerung sprudelte das Lebenselixier.

Ein kleines Fest, unter Zutun des Gesangvereins, erwuchs spontan. Damit reifte der Gedanke einer Regelmäßigkeit. Franz Gareis, damals Ortsvorsteher, Helmut Mattig und der damalige Pfarrer Helmut Scholl nahmen das Zepter in die Hand, und die Vereine, Schule und Kindertagesstätte definierten sich neu in einer großen Gemeinschaft, die seitdem das Brunnenfest ausrichtet.

Umfangreiches Programm

Miteinander ins Gespräch kommen, sich Kennenlernen, Freundschaften knüpfen, erhalten und vertiefen - das ist der Geist der Brunnenfeste, der bis heute lebendig ist. Inoffiziell startet die diesjährige Veranstaltung wieder mit dem Verkauf frischen Backhausbrotes am Freitag, 23. August, um 17 Uhr. Offizielle Eröffnung ist dann mit der "Concordia" am Samstag um 15 Uhr. Aber schon vorher, von 10 bis 14 Uhr gibt es die Möglichkeit, an der Schmiedecke durch die Polizei sein Fahrrad codieren zu lassen. Im Laufe des Nachmittags singt der Schulchor, tanzen die Kita-Kinder, gibt es Kaffee und Kuchen und Schmierselkuche am Backhaus sowie frische Waffeln bei Peter Wagner (Hintergasse), wo auch historisches Spielzeug zu sehen sein wird.

DJ "Weini" (Marco Weinecker) sorgt gegen Abend für Musik, zudem ist ab 18 Uhr Line-Dance zum Mitmachen angesagt. Die "Hessebuam" spielen ab 19 Uhr.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst (bei gutem Wetter im Freien) geht es am Sonntag um 10.30 Uhr weiter. Die Blaskapelle "Blechgeroisel" spielt ab 11.30 Uhr. Am frühen Nachmittag gibt es eine Tai-Chi-Vorführung. Die Elferratsgarde der SKG Rodheim lässt um 15 Uhr ihre Beine fliegen. Gegen 18 Uhr endet das Fest.

Parallel zu diesen Angeboten sind in der Kirche eine Mineralienausstellung von Friedel Mohr und Fotos des vergangenen Brunnenfestes von Volker Mattern zu sehen. Werner Gerlach zeigt eine Diaschau "Natur rund um den Dünsberg". Außerdem gibt es eine Hüpfburg, Kinderschminken und einen Kinderkolterflohmarkt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare