Defizit im Biebertaler Forst

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Biebertal(so). Lange Jahre hat der Biebertaler Wald Geld eingebracht. Doch das ist mitlerweile anders. Im kommenden Jahr legt die Gemeinde drauf, und zwar wenigstens 65 000 Euro. Womöglich noch mehr. Die Revierförsterin Uli Henrich spricht da von einem "Blick in die Glasklugel". Denn die Schäden sind durch die trockenen Jahre groß, der Holzpreis ist am Boden; der geplante Einschlag wird von der Menge her bereits mit dem schadhaften Holz erreicht. Erstmals seit Jahren wird gar kein gesundes Holz mehr eingeschlagen.

Keine guten Nachrichten, die die Revierförsterin und ihr Kollege Schmoll aus dem Forstamt Wettenberg mitbrachten. Gut eine Stunde lang informierten sie am Mittwoch die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses der Gemeindevertretung über die Situation, denn es steht aktuell die Verabschiedung des sogenannten Forsteinrichtungswerks für die kommenden zehn Jahre ebenso an wie der Forstwirtschaftsplan für 2020.

"Fichten sind ein Auslaufmodell; die Alternative sind Douglasien, wies Henrich auf einen bereits im Gang befindlichen Umbau des Waldes hin. Beim Laubholz ist die Buche die dominierende Baumart. Doch auch sie zeigt Absterbe-Erscheinungen, leidet unter den Nachwirkungen des trockenen Sommers 2018 und des ebenfalls kaum feuchteren Jahres 2019. Fast alle Baumarten, so auch die Biebertaler Bilanz, weisen Schäden auf; am tapfersten halten sich noch die Eichen.

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